Großes Google-Update: Was ändert sich und wie reagiert man im Bereich SEO darauf?

Was?
Google hat das Core Update vom Dezember 2025 veröffentlicht – ein Update des Kernalgorithmus, das die Reihenfolge der Suchergebnisse erheblich verändern kann.

Warum?
Weil das Core-Update die Sichtbarkeit und die Umsätze von Google ohne Vorwarnung auf Unterseitenebene beeinträchtigt. Online-Shops könnten einen Rückgang des Traffics, eine Veränderung der Lead-Qualität oder eine Verlagerung der Verkäufe hin zu markenspezifischen Suchbegriffen verzeichnen.

Für wen ist es gedacht?
Für Online-Shop-Betreiber, Marketing- und SEO-Teams, Content- und UX-Designer sowie Agenturen, die Online-Unternehmen betreuen.

Hintergrund:
Das Update begann am 11. Dezember 2025 und die Einführung endete am 29. Dezember 2025. Während der Einführung waren Schwankungen in Wellen sichtbar, unter anderem am 13. Dezember und erneut am Samstag, dem 20. Dezember.

Warum spricht die Branche von „plötzlichen Spitzenwerten“?

Google veröffentlicht regelmäßig umfassende Kern-Updates. Deren Auswirkungen sind an dramatischen Veränderungen spürbar: Einige Websites gewinnen an Sichtbarkeit, andere verlieren sie, und die Charts der SEO-Tools schnellen in die Höhe.

Bei den jüngsten größeren Kursbewegungen haben sogenannte „Wellen“ der Volatilität große Aufmerksamkeit erregt. Diese Wellen treten plötzlich auf: Die Kursbewegungen steigen oder fallen innerhalb von 24 bis 72 Stunden, beruhigen sich dann kurzzeitig und beschleunigen sich anschließend wieder. Dies ist für den E-Commerce von Bedeutung, da selbst wenige Tage mit starken Kursrückgängen Auswirkungen auf Umsatz, Kundengewinnungskosten und Budgetentscheidungen haben können.

Praktische Lektion : Wenn es in den Suchergebnissen hektisch wird, ist blindes Handeln das Schlimmste. Am besten sammelt man Daten, setzt Prioritäten und implementiert erst dann Änderungen.

Warum wirkt sich das Core-Update auf Online-Shops aus?

Ein Onlineshop besteht nicht nur aus Produkten. Er umfasst auch Kategorien, Filter, Seitennavigation, eine interne Suchfunktion, Produktbeschreibungen, Anleitungen, FAQs, Versand- und Rückgabebedingungen, Kundenbewertungen und Maßnahmen zur Vertrauensbildung. Google bewertet nicht nur einzelne Elemente, sondern das gesamte Nutzererlebnis und dessen Relevanz für die Nutzerintention.

Sobald der Algorithmus die Nützlichkeit und Genauigkeit der Antworten stärker gewichtet, werden die Unterschiede zwischen den Shops deutlicher. Und oft gewinnt nicht der Shop mit dem „umfangreichsten Text“, sondern derjenige, der Kundenfragen vor dem Kauf besser beantwortet und die Nutzer ohne Frustration zu einer Kaufentscheidung führt.

  • Intention – Beantwortet die Seite die Frage, die der Nutzer tatsächlich beantwortet (Beratung, Vergleich, Kauf, spezifische Funktion)?
  • Vollständigkeit – erhält der Benutzer Parameter, Varianten, Anwendungsbereiche, Einschränkungen und Auswahlhinweise?
  • Glaubwürdigkeit – Zeigt der Shop Unternehmensdetails, realistische Liefer- und Rückgabebedingungen, Kontaktinformationen und Kundenbewertungen an?
  • Technische Ordnung – führen Filter und Varianten nicht zu Indexierungschaos?
  • UX – Ist es möglich, schnell ein Produkt zu finden, es zu vergleichen und in den Warenkorb zu legen?

Die häufigsten Ursachen für Rückgänge im E-Commerce

Es gibt keine Patentlösung. Meiner Erfahrung nach treten in Online-Shops jedoch am häufigsten folgende Probleme auf:

  • Beschreibungen ohne konkrete Angaben – das Produkt oder die Kategorie erklärt nicht: für wen es gedacht ist, was man auswählen sollte, wie sich die Varianten unterscheiden, wie man einen Fehlkauf vermeidet.
  • Inhalts- und URL-Duplizierung – Filter-, Sortier- und Paginierungsparameter erzeugen mehrere, nahezu identische Seiten, die Qualitätssignale verwischen.
  • Kategorienchaos – der Nutzer weiß nicht, was ein Bestseller ist, was „für kleine Wohnungen“ geeignet ist, was „für einen Balkon“ ist und was „für eine große Familie“ ist.
  • Unzureichende Übereinstimmung mit der Nutzerabsicht – der Nutzer wünscht sich Ratschläge zur Auswahl und erhält stattdessen eine dürftige Produktliste ohne Kontext.
  • Unzureichende Vertrauenssignale – Mangel an leicht zugänglichen Informationen über das Unternehmen, Rückgabe, Beschwerden, Garantien, Zahlungen.
  • Technische Probleme – Kanonisierung, Filterindexierung, Sitemap-Fehler, interne Verlinkungsfehler, dünne Informationsarchitektur.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich nichts geändert hat, ist das ebenfalls typisch. Ein Algorithmus-Update kann die Art und Weise verändern, wie wir etwas bewerten, das schon lange auf der Website vorhanden ist.

Wie lässt sich die Auswirkung eines Updates nicht mit einem technischen Fehler verwechseln?

In der Praxis ist es sinnvoll, drei Szenarien zu unterscheiden:

  • Szenario A: Aktualisierung – Rückgänge erfolgen in Wellen, zeitgleich mit erhöhter Volatilität in der Branche; einige Begriffe fallen, einige steigen.
  • Szenario B: Ausfall nach der Bereitstellung – der Rückgang ist plötzlich und "hart" (z.B. verschwindet fast der gesamte Traffic von Google), oft nach einer Bereitstellung oder CMS-Änderungen.
  • Szenario C: Saisonalität – Nachfrage, Klickrate und Suchvolumen sinken, aber die Positionen bleiben relativ stabil.

Der einfachste Test: Wenn Sie in der Search Console einen Rückgang der Impressionen und Klicks feststellen, Ihre Rankings aber gleichzeitig gesunken sind, liegt ein Ranking-Problem vor. Sind Ihre Rankings stabil, sinken aber Klickrate (CTR) oder Impressionen, kann dies auf veränderte Nachfrage, ein geändertes SERP-Layout oder die Hinzufügung neuer Elemente (z. B. Shopping-Module) hindeuten.

Schritt für Schritt: Analyse in der Google Search Console

Dieses Schema funktioniert für die meisten Online-Shops und hilft Ihnen, unnötige Problemlösungen zu vermeiden.

  1. Vergleichszeiträume festlegen
    Anstatt „gestern vs. heute“ zu vergleichen, vergleichen Sie die Woche nach dem Zeitraum der größten Veränderung mit der Woche vor dessen Beginn.
  2. Identifizieren Sie die umsatzschwächsten Seiten.
    Beginnen Sie mit den Kategorien und Produkten, die den größten Umsatz generiert haben. Oftmals sind 10–20 URLs für den Großteil des Erfolgs verantwortlich.
  3. Prüfen Sie die häufigsten Suchanfragen.
    Sehen Sie nach, ob die Ablehnungen informative, transaktionale, lokale oder beratende Formulierungen betreffen.
  4. Analysieren Sie die veränderte Suchintention in den Suchergebnissen.
    Geben Sie die wichtigsten Suchbegriffe manuell ein und prüfen Sie, welche Ergebnisse Google in den Top-Ergebnissen anzeigt: Shops, Ratgeber, Vergleiche, Marktplätze, Videos?
  5. Erkennen Sie das Muster.
    Was haben URLs, deren Reichweite gesunken ist, gemeinsam? Fehlende Beschreibungen? Doppelte Inhalte? Zu allgemeine Inhalte? Schwache Filter? Unklare Rückgaberichtlinien?

Hier beginnt die eigentliche Arbeit: Wir „reparieren nicht die Suchmaschinenoptimierung“, sondern verbessern lediglich die Elemente, die die Entscheidung des Nutzers behindern oder Google daran hindern, die Website zu verstehen.

Woran erkennt man, ob es sich um ein Kategorieproblem oder ein Produktproblem handelt?

Wenn hauptsächlich Kategorien betroffen sind , liegt das Problem oft in der Intention und im fehlenden Kontext: Der Nutzer wünscht sich Auswahlmöglichkeiten, Vergleiche und Tipps, erhält aber nur einen Katalog ohne Antworten auf seine Fragen.

Wenn vor allem Produkte im Preis fallen , liegt der häufigste Grund darin, dass Informationen unzureichend sind, Parameter fehlen, Beschreibungen zu ähnlich sind, Varianten schlecht differenziert werden oder Elemente fehlen, die Vertrauen beim Kauf schaffen (Lieferung, Rückgabe, Garantie, Bewertungen).

Wenn alles schiefgeht , dann müssen wir uns mit der Architektur und Qualität der gesamten Website auseinandersetzen: Indexierung, URL-Duplizierung, Navigation, interne Verlinkung und manchmal sogar Reputations- und Vertrauensprobleme.

Checklisten: Schnelle Kontrollpunkte für den E-Commerce

Checkliste: Kategorieseite

  • Gibt es oben eine kurze Beschreibung mit konkreten Angaben, nicht mit allgemeinen Formulierungen?
  • Weiß der Nutzer, wie er das Produkt auswählt, das seinen Bedürfnissen am besten entspricht?
  • Gibt es Antworten auf 5-7 häufige Fragen vor dem Kauf?
  • Helfen Filter und Sortierung eher, als dass sie behindern?
  • Gibt es Links zu Ratgebern und Bestsellern?

Checkliste: Produktkarte

  • Enthält die Beschreibung Parameter, Anwendungsbereiche und Auswahlrichtlinien?
  • Sind die Varianten klar und gut beschrieben?
  • Sind Liefer- und Retoureninformationen ohne endloses Scrollen sichtbar?
  • Sieht der Nutzer Rezensionen und vertrauensbildende Elemente?
  • Zeigen die Fotos das Produkt in der Praxis (Größe, Details, Anwendung)?

Checkliste: Technische Suchmaschinenoptimierung

  • Erzeugen Filter nicht Hunderte von indizierten Duplikaten?
  • Verweist die Kanonisierung auf die korrekten URLs?
  • Ist die Sitemap verständlich und aktuell?
  • Stärkt die interne Verlinkung wichtige Kategorien?
  • Gibt es im GSC irgendwelche Spitzenwerte bei Crawling-Fehlern?

Was bedeutet das für swiatacyfrowy.pl im Jahr 2026?

Die wichtigste Erkenntnis ist einfach: SEO ist nicht länger nur ein „Link- und Keyword-Projekt“, sondern gleicht zunehmend einem Qualitätssicherungssystem für die gesamte Website. Shops mit übersichtlichen Kategorien, aussagekräftigen Produktbeschreibungen, einer gut organisierten Indexierung und vertrauensbildenden Elementen meistern Veränderungen in der Regel reibungsloser.

In der Praxis zahlt sich Konsistenz aus: Nutzer verstehen das Angebot schnell, treffen Entscheidungen reibungslos, und Google erkennt Ordnung und klare Qualitätssignale. Das ist die Grundlage für langfristigen organischen Umsatz.

Wenn Sie das Thema ohne Rätselraten angehen möchten, führen wir bei Świat Cyfrowy E-Commerce-Audits und -Analysen durch, die mit einer konkreten Liste von Maßnahmen abschließen: Was sollte zuerst verbessert werden, was bringt den größten Nutzen und was kann später angegangen werden?.

Häufig gestellte Fragen: Google-Ranking-Spitzen – Schnelle Antworten

Bedeutet Erbschaft eine Strafe?

Meistens nicht. In vielen Fällen liegt es an einer Neusortierung: Google hat andere Ergebnisse als relevanter für die Suchintention des Nutzers eingestuft.

Lohnt es sich, alle Beschreibungen auf einmal neu zu schreiben?

Nein. Es ist in der Regel besser, mit den URLs zu beginnen, die den größten Einfluss auf Umsatz und Traffic haben, und die Änderungen dann schrittweise anzupassen.

Wie schnell kann die Sicht wiederhergestellt werden?

Es hängt von der Ursache des Rückgangs ab. Die schnellsten Ergebnisse werden durch Maßnahmen erzielt, die die Engpässe beseitigen: Doppelarbeit, unübersichtliche Indexierung und Engpässe in wichtigen Kategorien und Produkten.

Was ist wichtiger: Inhalt oder Technik?

Im E-Commerce funktioniert das eine ohne das andere selten gut. Inhalte orientieren sich an den Suchintentionen, Technologie sorgt für Ordnung und Indexierung. Die besten Ergebnisse erzielt man durch paralleles Arbeiten mit klaren Prioritäten.