Gemius-Bericht 2024 – Was wissen wir über polnische Online-Konsumenten?

Gemius-Bericht – Was wissen wir über polnische Online-Konsumenten nach 2024?

Was ist da los?
Der neueste Gemius-Bericht „E-Commerce in Polen 2024“ liefert Daten zum Online-Verbraucherverhalten in Polen im Jahr 2024.

Warum ist das wichtig?
Das Verständnis aktueller Trends ermöglicht es Online-Shops, ihre Vertriebs- und Marketingstrategien besser anzupassen.

Für wen sind diese Informationen gedacht?
Für Online-Shop-Betreiber, Marketingfachleute und E-Commerce-Marktanalysten.

Wie hat sich die digitale Welt aus der Sicht polnischer Internetnutzer verändert?

Der Bericht „E-Commerce in Polen 2024“ von Gemius, der Kammer für Digitale Wirtschaft und Polish Internet Research zeigt, dass der digitale Markt in Polen sowohl technologisch als auch verhaltensbezogen reift und sich weiterentwickelt. Während die Zahl der Online-Käufer stabil geblieben ist, verändern sich ihre Präferenzen, Gewohnheiten und Erwartungen an das Online-Shopping. Polen nutzen vermehrt mobile Zahlungen, erkunden ausländische Shopping-Plattformen und greifen vermehrt auf Re-Commerce-Dienste zurück. Weitere wichtige Trends sind eine größere Offenheit für Shopping über soziale Medien, eine sinkende Markentreue und der Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf die Kaufhäufigkeit. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Ergebnisse des Berichts.

Stabilisierung der Anzahl der Online-Konsumenten

Der Anteil polnischer Internetnutzer, die Online-Einkäufe tätigen, bleibt mit 78 % stabil, was auf eine zunehmende Reife des E-Commerce-Marktes in Polen hindeutet

Die wachsende Beliebtheit von Auslandskäufen

Immer mehr Polen kaufen auf ausländischen Webseiten ein – dieser Anteil ist um 6 Prozentpunkte auf 36 % gestiegen. Die bekanntesten Plattformen sind AliExpress und Amazon (87 % der Befragten) sowie Temu (80 %).

Die wachsende Bedeutung des Re-Commerce

Der Kauf von Gebrauchtwaren gewinnt an Beliebtheit: 61 % der Befragten gaben an, Secondhand-Artikel zu kaufen, am häufigsten Kleidung (79 %) sowie Bücher, CDs und Filme (71 %). Plattformen wie Vinted (56 % der Nutzer) und Allegro spielen in diesem Segment eine Schlüsselrolle.

Die Dominanz mobiler Zahlungen

BLIK hat sich mit 68 % der Nennungen zur beliebtesten Online-Zahlungsmethode entwickelt und liegt damit vor Sofortüberweisungen (64 %) und Kreditkarten (43 %). Besonders unter jüngeren Nutzern erfreut sich BLIK großer Beliebtheit: 86 % in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen und 82 % in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen.

Veränderte Kundenloyalität

Polnische Konsumenten erkunden zunehmend neue Shopping-Plattformen und suchen nach attraktiveren Angeboten, was auf eine sinkende Marken- oder Geschäftstreue hindeuten könnte. Die wachsende Beliebtheit ausländischer Marktplätze und des Re-Commerce signalisiert eine zunehmende Offenheit gegenüber vielfältigen Vertriebskanälen.

Die Auswirkungen der Inflation auf den Online-Einkauf

Die Inflation beeinflusst das Online-Kaufverhalten der Polen: 30 % der Befragten geben an, weniger online einzukaufen, während 18 % zugeben, mehr als zuvor zu kaufen. Die durchschnittlichen monatlichen Online-Ausgaben der Verbraucher liegen derzeit bei 573 PLN. Steigende Preise führen zu einer bewussteren Kaufentscheidung und verstärkter Aufmerksamkeit für Sonderangebote.

Die Popularität des Social Commerce in Polen

Einkaufen über soziale Medien gewinnt an Bedeutung – 19 % der Polen geben an, diese Form des Einkaufens zu nutzen, am häufigsten über Facebook oder Instagram. Interessanterweise sind Frauen mit solchen Transaktionen zufriedener als Männer, und die meisten Befragten verfügen bereits über jahrelange Erfahrung mit Social Commerce.

Hauptmotive für Online-Shopping

Zu den am häufigsten genannten Gründen für Online-Shopping zählen die ständige Verfügbarkeit, die Bequemlichkeit, das Haus nicht verlassen zu müssen, und die niedrigeren Preise im Vergleich zum stationären Handel. Verbraucher legen zudem zunehmend Wert auf einfache Rückgabe und schnelle Lieferung.

Die häufigsten Probleme beim Online-Shopping

Zu den häufigsten Schwierigkeiten beim Online-Shopping zählen aufdringliche Werbung für bereits angesehene Produkte, zu lange Lieferzeiten und hohe Versandkosten. Diese Faktoren können Käufe wirksam verhindern und die Kundenzufriedenheit mindern.

Schlussfolgerungen für den E-Commerce, für die digitale Welt

  • Passen Sie Ihr Angebot dem Re-Commerce-Trend an – erwägen Sie die Einführung einer Gebrauchtwarenabteilung oder von Treueprogrammen, um wiederholte Käufe zu fördern.
  • Ermöglichen Sie mobile Zahlungen – die Integration mit BLIK und anderen gängigen Zahlungsmethoden erhöht den Komfort für den Kunden.
  • Beobachten Sie den ausländischen Wettbewerb – analysieren Sie die Aktivitäten internationaler Plattformen und passen Sie Ihre Preis- und Werbestrategien entsprechend an.
  • Personalisieren Sie die Kommunikation – nutzen Sie Kundendaten, um personalisierte Angebote zu erstellen und so das Engagement und die Loyalität Ihrer Kunden zu steigern.
  • Investieren Sie in die Benutzererfahrung – eine Verbesserung von UX/UI kann dazu beitragen, Konversionen und Kundenzufriedenheit zu steigern.
 

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