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Neue EU-Vorschriften zum grenzüberschreitenden E-Commerce – was müssen Online-Shop-Betreiber wissen?
Was ändert sich?
Neue EU-Vorschriften treten 2025 in Kraft und vereinfachen und standardisieren die Regeln für grenzüberschreitende Verkäufe in der digitalen Welt.
Warum ist das wichtig?
Die Änderungen werden sich direkt auf den Betrieb von Online-Shops auswirken, die in andere EU-Länder verkaufen – insbesondere im Hinblick auf Preisgestaltung, Retouren und Produktverfügbarkeit.
Für wen sind diese Informationen gedacht?
Für Online-Shop-Betreiber, E-Commerce-Manager, Anwälte, Exportspezialisten und Unternehmen, die eine internationale Expansion planen.
Neue Regelungen für die digitale Welt
Neue EU-Vorschriften zum grenzüberschreitenden Handel traten im März 2025 in Kraft. Sie sollen den grenzüberschreitenden Einkauf erleichtern und die Verbraucherrechte in der gesamten Europäischen Union schützen. Gemäß den neuen Vorschriften dürfen Verkäufer den Zugang zu Angeboten nicht mehr blockieren, Preise nicht mehr differenzieren und keine unterschiedlichen Geschäftsbedingungen anbieten, die auf dem Wohnsitzland des Kunden basieren. Darüber hinaus verpflichten die neuen Vorschriften Online-Shops, auch für ausländische Kunden die Rückgabe- und Garantiebedingungen klar offenzulegen. Dies stellt eine bedeutende Änderung für viele polnische Unternehmen dar, die bisher separate Regelungen für ausländische Kunden anwendeten.
Warum harmonisiert die EU grenzüberschreitende Regeln?
Die EU hat erkannt, dass Unterschiede in nationalen Regelungen und unlautere Verkaufspraktiken zu künstlichen Marktbeschränkungen führen. Die neuen Regelungen sollen Geoblocking , wodurch Kunden aus anderen Ländern andere Preise sehen, eine eingeschränkte Produktauswahl haben oder gar keine Bestellung aufgeben können. Die Änderungen gehen auf das Paket „Binnenmarkt für digitale Dienstleistungen“ zurück und stehen im Einklang mit der Entwicklung des digitalen Binnenmarktes. Dadurch soll jeder EU-Kunde Zugang zu denselben Handelsbedingungen haben wie Verbraucher in den jeweiligen Ländern.
Welche Verpflichtungen haben Online-Shops?
- Keine Differenzierung des Angebots – für alle EU-Kunden sollten die gleichen Preise und Bedingungen gelten.
- Abwicklung von Transaktionen aus EU-Ländern – Geschäfte dürfen Verkäufe nicht allein aufgrund des Lieferlandes ablehnen, wenn die Lieferung technisch möglich ist.
- Klare Rückgabebestimmungen – obligatorische Bereitstellung von Informationen zu Rückgabe und Garantie für jedes EU-Land, in dem der Shop verkauft.
- Einhaltung der lokalen Mehrwertsteuerbestimmungen – Geschäfte müssen die Steuervorschriften des Landes des Kunden einhalten, wenn sie den Schwellenwert für Fernabsatzverkäufe (10.000 EUR pro Jahr) überschreiten.
Welche Vorteile bietet das neue Gesetz?
Für Kunden bedeutet dies mehr Transparenz, besseren Zugang zu Angeboten und weniger Kaufhürden. Unternehmen eröffnen sich größere Expansionsmöglichkeiten und die Chance, Kunden aus der gesamten Europäischen Union zu gewinnen, ohne separate Online-Shops einrichten zu müssen. Die neuen Regelungen stärken zudem das Vertrauen in den grenzüberschreitenden Einkauf, was sich positiv auf Konversionsraten und Umsätze auswirken kann.
Wie bereitet man einen Online-Shop auf grenzüberschreitende Verkäufe vor?
- Überprüfen Sie Inhalte und Richtlinien – Beschreibungen, Geschäftsbedingungen und Informationen zu Rücksendungen müssen den EU-Vorschriften entsprechen und in den Sprachen Ihrer Zielkunden verfügbar sein.
- Preise und Versandkosten konfigurieren – dynamische Geolokalisierung von Preisen vermeiden, Transparenz der internationalen Versandkosten gewährleisten.
- Passen Sie Ihr Zahlungs- und Rechnungssystem an – beschränken Sie die Zahlungsmethoden nicht für Kunden aus anderen EU-Ländern.
- Erwägen Sie die Integration mit Marktplätzen – z. B. Amazon, Kaufland.de, eMAG –, die grenzüberschreitende Unterstützung bieten.
- Nutzen Sie die Vorteile eines grenzüberschreitenden Strategie-Audits – es lohnt sich, die Expansionsbereitschaft Ihres Online-Shops mithilfe von der digitalen Welt .
Werden neue Regulierungen die Auslandsexpansion beschleunigen?
Es gibt zahlreiche Belege dafür. Die neuen Regelungen schaffen ein unternehmensfreundlicheres Umfeld für kleine und mittlere polnische Unternehmen, die ohne unnötige Formalitäten im Ausland verkaufen möchten. Sie fördern zudem die Professionalisierung und Automatisierung von Prozessen in den Bereichen Logistik, Buchhaltung und Kundenservice. Grenzüberschreitender Handel wird zur Norm und nicht länger nur eine Entwicklungsstrategie. Für viele Online-Shops ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um den EU-Markt zu erschließen.
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Marcin Stadnik
E-Commerce-Berater
Der Autor ist Manager mit umfassender Erfahrung in E-Commerce, Vertriebsstrategie und Content-Marketing. Als Digitalexperte und Berater verfügt er über mehr als 15 Jahre Erfahrung in E-Commerce-Projekten, Vertriebsstrategie und Online-Geschäftsentwicklung sowie über 25 Jahre Erfahrung im Vertrieb (offline und online). Er ist spezialisiert auf die Entwicklung und Implementierung effektiver Lösungen für Online-Shops und unterstützt Unternehmen beim Aufbau ihrer digitalen Präsenz. Er entwickelt gemeinsam mit ihnen passende Strategien für E-Businesses, führt Audits durch und überwacht Marketingaktivitäten – stets unter Einbeziehung analytischer Kenntnisse und praktischer Markterfahrung. Er ist Autor und Co-Autor von Inhalten auf der Website swiatcyfrowy.pl, die auf seiner langjährigen Beratungs-, Analyse- und Betriebserfahrung basieren. Die erstellten Materialien sollen verlässliches und wertvolles Wissen vermitteln, das die Entwicklung von Online-Unternehmen aktiv unterstützt. Die Inhalte sind darauf ausgerichtet, die realen Herausforderungen und Bedürfnisse von Unternehmen im E-Commerce-Umfeld (der digitalen Welt) zu adressieren.


