Inhalt
Worum geht es?
Dieser Artikel befasst sich mit dem Phänomen der Online-Dienstnachahmung – der Erstellung gefälschter Webseiten, Profile und Kontaktkanäle mit dem Ziel, Daten oder Geld von ahnungslosen Nutzern zu erpressen.
Warum?
Dieses Problem betrifft immer mehr Unternehmen und Kunden. Fehlendes Bewusstsein und die zunehmende Raffinesse von Betrügern führen dazu, dass viele Menschen Manipulationen zum Opfer fallen. Ziel dieses Artikels ist es, Nutzer zu warnen, aufzuklären und ihnen die nötigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um sich online wirksam zu schützen.
Für wen ist es gedacht?
Dieses Material richtet sich an Kunden, die Online-Dienste nutzen – sowohl Privatpersonen als auch Geschäftskunden –, die sicher mit Dienstleistern kommunizieren, Aufträge erteilen und Daten übertragen möchten, ohne das Risiko einzugehen, dass diese in die falschen Hände geraten.
Hintergrund:
Die Nachahmung seriöser Dienstleister ist in der digitalen Welt ein immer häufiger auftretendes Phänomen. Betrüger erstellen gefälschte Webseiten, kopieren das Aussehen und die Inhalte echter Dienste und erpressen dann Daten oder Geld von ahnungslosen Nutzern. Dieses Problem betrifft längst nicht mehr nur große Marken; auch kleinere, lokal tätige Unternehmen oder solche mit Nischenspezialisierungen fallen ihnen zum Opfer.
In letzter Zeit beobachten wir vermehrt Fälle, in denen sich seriöse Unternehmen als Anbieter von Online-Diensten ausgeben. Dieses Phänomen tritt immer häufiger auf und betrifft sowohl große Marken als auch kleinere Betriebe. Gefälschte Websites, nachgemachte Kontaktformulare und sogar Werbekampagnen, die im Namen von Unternehmen geschaltet werden, mit denen man in keinerlei Verbindung steht – dies sind nur einige der Methoden, die Cyberkriminelle anwenden.
Leider ist auch unser Unternehmen in diese Situation geraten, was uns veranlasst hat, diesen Artikel zu verfassen. Ziel dieses Artikels ist es, Kunden nicht nur vor möglichen Gefahren zu warnen, sondern auch praktisches Wissen zu vermitteln – wie man eine gefälschte Website erkennt, was zu tun ist, wenn man Betrug vermutet, und wie man sich vor Daten- oder Geldverlust schützt.
Wir sind der Ansicht, dass die Sensibilisierung der Nutzer eine der effektivsten Methoden ist, um diese Art von Bedrohungen heutzutage zu bekämpfen.
Wie gehen Betrüger vor, die sich als Dienstleistungswebseiten ausgeben?
Registrierung ähnlicher Domains
Eine der wichtigsten Techniken von Cyberkriminellen ist die Erstellung gefälschter Websites mit Domainnamen, die denen legitimer Unternehmen täuschend ähnlich sehen. Betrüger registrieren Adressen mit Tippfehlern, zusätzlichen Zeichen, Bindestrichen oder anderen Endungen (z. B. verwenden sie statt .pl die .com , .net oder .info ).
Diese Manipulation zielt darauf ab, Nutzer in die Irre zu führen, die versehentlich eine falsche Adresse eingeben oder auf einen gefälschten Link klicken könnten. Wenn die Website professionell und authentisch wirkt, merken viele nicht, dass sie einem Betrug aufgesessen sind.
Diebstahl von Inhalten, visueller Identität und Seitenlayout
Um glaubwürdiger zu wirken, kopieren Betrüger häufig grafische Elemente von Webseiten legitimer Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise:
Logo,
Farbe,
Fotos,
Leistungsbeschreibungen und Überschriften,
Seitenstruktur (Menü, Unterseiten, Schaltflächen, Formulare).
Für den durchschnittlichen Nutzer kann eine gefälschte Website dem Original zum Verwechseln ähnlich sehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Seite nicht von einem seriösen Unternehmen, sondern von einer kriminellen Gruppe betrieben wird, die versucht, Daten oder Geld zu erpressen.
Gefälschte Kontaktformulare und gefälschte Firmenangaben
Gefälschte Service-Websites enthalten typischerweise Kontaktformulare, über die man persönliche Daten eingeben, Anfragen stellen oder sogar Bestellungen aufgeben kann. Die über diese Kanäle übermittelten Informationen gelangen direkt zu den Betrügern.
Auch gefälschte Kontaktdaten kommen häufig vor – fiktive E-Mail-Adressen, Telefonnummern und sogar gefälschte Unterschriften oder Referenzen von Beratern. Manchmal nutzen Betrüger auch die Steueridentifikationsnummer (NIP) oder das Handelsregister (KRS) eines seriösen Unternehmens, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen, obwohl sie in keinerlei Verbindung zu diesem Unternehmen stehen.
Phishing per E-Mail, SMS und über soziale Medien
Neben der Erstellung von Webseiten nutzen Cyberkriminelle aktiv verschiedene Kommunikationskanäle, um potenzielle Opfer zu erreichen:
Sie versenden E-Mails mit einem Angebot für Dienstleistungen, einer Aufforderung zum Ausfüllen eines Formulars oder einer vermeintlichen Rechnung
SMS-Nachrichten mit einem Link zur "Bestellbestätigung" senden
Erstellen Sie gefälschte Firmenprofile in sozialen Medien.
Alle diese Aktivitäten zielen auf eines ab: den Nutzer davon zu überzeugen, dass er es mit einem seriösen Unternehmen zu tun hat, und ihn zum Handeln zu animieren – zum Klicken, zur Angabe von Daten, zur Durchführung einer Überweisung.
Gesponserte Anzeigen und Platzierung gefälschter Webseiten
Manche Betrüger investieren sogar in gesponserte Suchmaschinenwerbung. Dadurch erscheinen ihre gefälschten Seiten weit oben in den Suchergebnissen, oft sogar vor den Originalseiten. Wenn ein Nutzer nicht auf die URL achtet, klickt er sehr leicht auf einen solchen Link und wird auf eine betrügerische Webseite weitergeleitet.
Online-Dienstbetrug wird immer raffinierter und ist auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Daher sind digitale Bildung und das Bewusstsein für Bedrohungen heutzutage für jeden Internetnutzer unerlässlich.
Wie erkennt man eine gefälschte Webseite?
Gefälschte Webseiten, die sich als Dienstleister ausgeben, sind oft schwer von seriösen zu unterscheiden. Betrüger achten auf visuelle und sprachliche Details, um auf den ersten Blick professionell und vertrauenswürdig zu wirken. Bevor Sie jedoch ein Angebot annehmen oder Informationen preisgeben, sollten Sie einige Punkte überprüfen.
URL – Details zählen
Überprüfen Sie immer die Webadresse. Gefälschte Webseiten verwenden häufig:
Tippfehler (z.B. swiatcyfrowyy.pl statt swiatcyfrowy.pl ),
zusätzliche Zeichen ( – , Ziffern),
andere Domainendungen ( .com , .info , .net statt .pl ),
Subdomains, die wie die Hauptadresse aussehen (z. B. firma.inna-strona.pl ).
Wenn die Adresse verdächtig aussieht oder nicht mit dem Firmennamen übereinstimmt, ist Vorsicht geboten und Sie sollten sie selbst überprüfen, z. B. über eine Suchmaschine oder offizielle Social-Media-Profile.
SSL-Zertifikat und sichere Verbindung
Eine professionelle Website sollte stets eine sichere Verbindung (HTTPS) nutzen. Das Fehlen eines SSL-Zertifikats (erkennbar an dem geschlossenen Vorhängeschloss neben der Adresszeile im Browser) kann darauf hindeuten, dass die Website in Eile oder von unseriösen Personen erstellt wurde.
Wichtig ist, dass ein SSL-Zertifikat allein nicht die Authentizität einer Website garantiert, sein Fehlen jedoch ein deutliches Warnsignal ist.
Kontaktangaben und Abschnitt „Über uns“
Fehlende oder unklare Kontaktinformationen sind ein häufiges Warnsignal. Seriöse Dienstleister bieten in der Regel Folgendes an:
vollständige Adressangaben,
Telefonnummer,
E-Mail-Adresse (vorzugsweise mit einer Firmendomain, nicht z. B. @gmail.com),
NIP-, REGON- oder KRS-Nummer.
Es lohnt sich auch, den Abschnitt „Über uns“ zu lesen – gefälschte Webseiten enthalten oft nur generische, kopierte Inhalte oder gar keine. Es empfiehlt sich, diese Daten mit Informationen aus öffentlichen Registern (CEIDG, KRS) abzugleichen.
Stil und Qualität des Inhalts
Gefälschte Webseiten enthalten häufig Grammatikfehler, unprofessionelle Übersetzungen oder widersprüchliche Texte. Dies fällt besonders auf bei:
Beschreibung der Dienstleistungen,
Nachrichten in Formularen
Überschriften und Abschnitte „Allgemeine Geschäftsbedingungen“, „Datenschutzrichtlinie“.
Mangelhafte Sprachqualität, stilistische Unstimmigkeiten oder eine chaotische Seitenstruktur sind klare Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.
Keine Spur von Online-Aktivität
Wenn eine Website Dienstleistungen anbietet, aber:
Es gibt keine Online-Bewertungen
wird nicht in Google Maps angezeigt
unterhält kein Profil in sozialen Medien
archive.org ) gibt es keine Historie
Dies sollte man als Warnsignal betrachten. Professionelle Dienstleistungsunternehmen bauen ihre Online-Präsenz aus, und man findet leicht Erwähnungen ihrer Aktivitäten – in Rezensionen, Katalogen, Foren und Branchenportalen.
Zu attraktive Angebote und überstürzte Kommunikation
Seien Sie äußerst vorsichtig, wenn eine Website verdächtig niedrige Preise, blitzschnellen Service oder Drängen auf schnelle Kontaktaufnahme bietet („Angebot nur heute“, „Begrenzte Bestellmenge“). Solche Taktiken zielen darauf ab, Emotionen zu wecken und zum Handeln zu bewegen, ohne die Seriosität des Anbieters zu überprüfen.
Was tun, wenn Sie den Verdacht haben, Betrügern begegnet zu sein?
Wenn Sie beim Nutzen von Online-Diensten den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt – beispielsweise eine Website verdächtig wirkt, Sie ungewöhnliche Nachrichten erhalten oder Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit Ihres Gesprächspartners haben –, sollten Sie dies nicht ignorieren. Schnelles Handeln kann Sie vor finanziellen Verlusten, dem Verlust persönlicher Daten oder rechtlichen Konsequenzen durch Identitätsmissbrauch schützen.
Bitte überweisen Sie keine Daten und übermitteln Sie keine Daten
Die erste Regel lautet, jede Handlung zu unterlassen, die Folgendes erfordert:
Bereitstellung personenbezogener Daten (PESEL, Personalausweisnummer, Adresse),
eine Vorauszahlung oder Überweisung vornehmen,
Scans von Dokumenten oder Firmendaten senden.
Wenn Ihnen etwas ein ungutes Gefühl gibt, ist es am besten, abzuwarten und die Quelle gründlich zu überprüfen, bevor Sie irgendetwas unternehmen.
Fertigen Sie Screenshots an und sichern Sie Beweismaterial
Bevor die Website aus dem Netzwerk verschwindet oder der Inhalt verändert wird, empfiehlt es sich, Folgendes zu tun:
Screenshots der Website, Formulare, Angebote, Chats, E-Mails,
Aufzeichnung von E-Mails oder Telefongesprächen,
eine Kopie der URL und des Quellcodes (falls möglich).
Diese Art von Dokumentation kann später nützlich sein, wenn Sie den Vorfall den zuständigen Institutionen melden oder Ansprüche geltend machen.
Überprüfen Sie das Unternehmen in den öffentlichen Registern
Wenn die Website spezifische Unternehmensdaten angibt, lohnt es sich, diese in offiziellen Datenbanken wie beispielsweise der folgenden zu überprüfen:
CEIDG (für Einzelunternehmen),
KRS (für Unternehmen),
Statistisches Zentralamt REGON (für jedes registrierte Unternehmen).
Unstimmigkeiten bei Name, Adresse, Steueridentifikationsnummer (NIP) oder fehlende Registrierungen sind Warnsignale. Vorsicht: Betrüger können die Daten seriöser Unternehmen fälschen. Vergleichen Sie diese daher unbedingt mit den Informationen auf der offiziellen Website des Unternehmens.
Melden Sie den Vorfall den zuständigen Institutionen
Wenn Sie Grund zur Annahme haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, zögern Sie nicht, dies zu melden:
CERT Polska nimmt Meldungen zu Netzwerksicherheitsvorfällen entgegen: https://cert.pl
Polizei – Im Falle eines tatsächlichen Schadens (z. B. Finanzbetrug) kann eine Anzeige auf der Polizeiwache oder über die Website https://www.policja.pl
UOKiK – bei Verdacht auf unlautere Marktpraktiken: https://uokik.gov.pl
CSIRT KNF – für Vorfälle im Zusammenhang mit Finanz- und Online-Betrug: https://www.csirt.knf.gov.pl/
Je früher der Vorfall den zuständigen Behörden gemeldet wird, desto größer ist die Chance, den Betrug zu stoppen und andere Nutzer zu warnen.
Melden Sie das echte Unternehmen, dessen Identität jemand vortäuscht
Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich jemand als Mitarbeiter eines bestimmten Dienstleistungsunternehmens ausgibt, sollten Sie dies dem Firmeninhaber melden. Unternehmen bemerken oft nicht, dass ihr Name für betrügerische Aktivitäten missbraucht wird. Ihre Meldung kann ihnen helfen
Mit einer Warnmeldung antworten
Benachrichtigen Sie Ihre Kunden,
rechtliche Schritte einleiten.
Warne andere Nutzer
Es ist ratsam, die Warnung auch in Foren, sozialen Medien oder auf Bewertungsportalen zu teilen. Je mehr Menschen von der potenziellen Gefahr wissen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Betrüger weitere Opfer finden. Details sind nicht nötig – eine einfache Nachricht mit einem Link zur gefälschten Webseite und dem Hinweis, deren Formulare oder Angebote nicht zu nutzen, genügt.
Zusammenfassung und Appell an die Kunden
Die Nachahmung seriöser Dienstleister stellt eine reale und wachsende Bedrohung in der digitalen Welt dar. Betrüger greifen immer häufiger zu ausgeklügelten Methoden und erstellen gefälschte Websites, Formulare und sogar ganze Werbekampagnen, die seriösen Unternehmen täuschend ähnlich sehen. Ihr Ziel ist es, persönliche Daten, Geld oder Vertrauen zu erlangen, um diese für weitere betrügerische Machenschaften zu missbrauchen.
Deshalb ist es so wichtig, dass jeder Internetnutzer – unabhängig von seinen technischen Kenntnissen – wachsam bleibt und weiß, wie er sich schützen kann. Aufklärung, Sensibilisierung und Vorsicht sind heute unerlässliche Mittel zur Abwehr von Cyberbedrohungen.
Seien Sie vorsichtig, auch wenn alles glaubwürdig erscheint
Nicht jede professionell wirkende Website ist sicher. Bevor Sie eine Dienstleistung bestellen, eine Überweisung tätigen oder Ihre Daten weitergeben, überprüfen Sie die grundlegenden Vertrauensmerkmale: die URL, das SSL-Zertifikat, die Kontaktdaten, die Einträge des Unternehmens in öffentlichen Registern und Online-Bewertungen.
Zögern Sie nicht, nachzufragen und sich zu vergewissern
Bei Zweifeln fragen Sie nach. Es ist besser, ein paar Minuten für zusätzliche Überprüfungen zu investieren, als Geld, Daten oder Zeit zu riskieren. Seriöse Dienstleister haben nichts zu verbergen und geben Ihnen gerne Auskunft oder bestätigen, ob ein bestimmter Kontakt tatsächlich von ihnen stammt.
Melden Sie verdächtige Webseiten und Profile
Sollten Sie auf eine Website stoßen, die Ihnen gefälscht vorkommt, ignorieren Sie sie nicht. Indem Sie die Website den zuständigen Behörden oder dem Unternehmen, dessen Identität missbraucht wird, melden, können Sie andere Nutzer vor Betrug schützen. Ihre Reaktion zählt.
Teile dein Wissen mit anderen
Viele Menschen sind sich dieser Bedrohung noch immer nicht bewusst. Deshalb möchten wir Sie ermutigen, informative Artikel zu teilen und Ihre Familie, Kollegen und Freunde – insbesondere diejenigen mit weniger technischen Kenntnissen – darüber aufzuklären. Bewusstsein ist der erste Schritt zu mehr Sicherheit.
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Kornelia Makowska
E-Commerce-Spezialist
Als Absolventin der Fachrichtungen Marketing und Management mit Schwerpunkt auf digitalem Marketing und E-Commerce verfügt sie über Erfahrung in der Leitung von Online-Shops und im Aufbau von Markenpräsenz in sozialen Medien. Sie verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung und konzentriert sich dabei auf effektive und moderne Marketinglösungen.


