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Remarketing – Wie lassen sich abgebrochene Warenkörbe zurückgewinnen?
Was?
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden zu Remarketing-Strategien im E-Commerce mit besonderem Fokus auf Techniken zur Wiederherstellung abgebrochener Warenkörbe. Wir besprechen spezifische Tools, Kampagnenszenarien, Best Practices und häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt. Sie lernen Schritt für Schritt, wie Sie Aktivitäten planen und automatisieren, um Ihre Online-Verkäufe deutlich zu steigern.
Warum?
Warenkorbabbrüche sind für jeden Online-Shop Alltag – sie betreffen bis zu 70 % aller potenziellen Transaktionen. Remarketing ist nicht nur eine Möglichkeit, diese Kunden zurückzugewinnen, sondern auch eine Methode, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, die Conversion-Rate zu steigern und die Kosten für die Kundengewinnung zu optimieren. Ziel dieses Artikels ist es, Ihnen zu zeigen, wie Sie effektives, ethisches und messbares Remarketing implementieren, ohne Ihr Budget zu sprengen oder Kunden zu verärgern.
Für wen?
Dieses Material richtet sich an:
– Inhaber und Manager von E-Commerce-Shops,
– Spezialisten für digitales Marketing,
– Verantwortliche für Conversion, Automatisierung und Kundenerlebnis in Online-Shops,
– Marketingfachleute und Texter, die Inhalte für Remarketing-Kampagnen erstellen,
– sowie Einsteiger, die verstehen möchten, wie man verlorene Warenkörbe effektiv wiederherstellt und den Online-Umsatz steigert.
Egal, ob Sie ein großes Geschäft mit Hunderten von Produkten oder eine kleine Boutique für handgefertigte Produkte führen, Sie finden hier spezifische Tipps und Strategien, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Hintergrund zum Thema
Der moderne E-Commerce basiert auf Daten, Personalisierung und Automatisierung. Nutzer haben immer mehr Auswahlmöglichkeiten und immer weniger Geduld – sie legen oft Produkte in den Warenkorb, schließen den Kauf aber nicht ab. Dafür gibt es verschiedene Gründe: mangelndes Vertrauen, zu lange Kaufprozesse, Ablenkung und der Vergleich mit Angeboten der Konkurrenz. Remarketing begegnet diesen Herausforderungen, indem es ein präzises Targeting derjenigen ermöglicht, die bereits Interesse an Ihrem Angebot gezeigt haben.
Die Entwicklung von Marketing-Automatisierungstools, Werbeplattformen und Nutzeranalysen ermöglicht es, Remarketing heute nahezu sofort und ohne nennenswerte Kosten umzusetzen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch nicht nur in der Technologie, sondern auch in einer durchdachten Strategie und dem Respekt vor der Zielgruppe.
Remarketing – Wie lassen sich abgebrochene Warenkörbe zurückgewinnen?
Warum brechen Kunden ihren Einkauf ab – und was können wir dagegen tun?
Warenkorbabbrüche zählen zu den größten Herausforderungen für Online-Shops. Branchenunabhängig sind die Statistiken erschreckend: Bis zu 7 von 10 Nutzern verlassen eine Website, ohne einen Kauf abzuschließen, selbst nachdem sie Artikel in den Warenkorb gelegt haben. Die Gründe dafür sind vielfältig: versteckte Versandkosten, ein zu komplizierter Zahlungsprozess, fehlende geeignete Zahlungsmethoden, die Notwendigkeit einer Registrierung oder schlichtweg Ablenkung. Doch jede dieser Situationen bedeutet nicht nur einen verlorenen Umsatz, sondern auch eine Chance – die Möglichkeit, einen Kunden durch gezieltes Remarketing zurückzugewinnen.
Remarketing, also die erneute Ansprache von Nutzern, die bereits mit einer Marke interagiert haben, hat sich zu einem der effektivsten Instrumente zur Steigerung der Conversion-Rate im E-Commerce entwickelt. Gut geplante Remarketing-Kampagnen können bis zu zehn Prozent der abgebrochenen Warenkörbe zurückgewinnen und den Warenkorbwert deutlich erhöhen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch nicht nur in der Technologie, sondern auch im Verständnis des Kaufverhaltens, der passenden Segmentierung und der personalisierten Kommunikation – sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich des Kontaktpunkts zum Kunden.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Remarketing effektiv in Ihre E-Commerce-Strategie integrieren, welche Tools Sie einsetzen sollten, wie Sie häufige Fehler vermeiden und welche Kennzahlen Sie messen müssen, um tatsächlich verlorene Umsätze zurückzugewinnen. Sie lernen außerdem, wie Sie Kampagnen erstellen, die Sie nicht nur an abgebrochene Käufe erinnern, sondern auch langfristige Kundenbindung aufbauen. Wenn Sie einen Online-Shop betreiben und Ihre Verkäufe erfolgreich abschließen möchten, ist dieser Leitfaden genau das Richtige für Sie.
Was ist Remarketing?
Remarketing ist eine Marketingstrategie, bei der Nutzer, die eine Website besucht, aber keinen Kauf abgeschlossen haben, erneut angesprochen werden. Sie wird meist über Werbekampagnen (z. B. Google Ads, Facebook Ads) oder automatisierte E-Mails umgesetzt, die Nutzer an ihre abgebrochenen Warenkörbe erinnern und sie zum Abschluss des Kaufs animieren. Der Schlüssel zum Erfolg im Remarketing liegt in der Nutzung von Nutzerverhaltensdaten – wie angesehenen Produkten, Artikeln im Warenkorb oder der Verweildauer auf der Website –, um die Botschaft zu personalisieren und die Wahrscheinlichkeit einer Conversion zu erhöhen.
Im E-Commerce hat sich Remarketing zu einem nicht nur effektiven, sondern unverzichtbaren Instrument im Kampf um die Aufmerksamkeit der Kunden entwickelt. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs und der immer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer können Erinnerungen an abgebrochene Käufe entscheidend für den erfolgreichen Abschluss einer Transaktion sein. Dank fortschrittlicher Analysesysteme und Automatisierung lässt sich Remarketing präzise auf das Verhalten und die Präferenzen einzelner Nutzer zuschneiden, wodurch seine Effektivität deutlich gesteigert wird.
Das Ausmaß des Problems der abgebrochenen Warenkörbe im E-Commerce
Abgebrochene Warenkörbe sind ein weltweites Problem, das nahezu alle online tätigen Branchen betrifft. Laut Daten des Baymard Institute liegt die durchschnittliche Abbruchrate bei rund 70 %. Das bedeutet, dass nur 3 von 10 Nutzern, die ein Produkt in den Warenkorb legen, den Kauf abschließen. In manchen Branchen – insbesondere solchen mit längeren Entscheidungsprozessen wie Elektronik, Möbel oder Luxusgütern – kann diese Rate sogar noch höher liegen.
Auch das Ausmaß der finanziellen Verluste durch abgebrochene Warenkörbe ist beträchtlich. Schätzungen zufolge verlieren globale E-Commerce-Websites jährlich Hunderte von Milliarden Dollar aufgrund nicht abgeschlossener Transaktionen. Gleichzeitig lassen sich bis zu 45 % dieser Umsatzeinbußen durch effektives Remarketing zurückgewinnen – insbesondere innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Warenkorbabbruch.
Die Gründe für Kaufabbrüche zu verstehen und geeignete Remarketing-Maßnahmen umzusetzen, ist daher nicht nur ein Weg, den Umsatz zu steigern, sondern auch das Kundenerlebnis zu verbessern und eine stärkere Markenbindung aufzubauen. Remarketing ist kein optionales Extra mehr, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil jeder effektiven E-Commerce-Strategie.
Warum brechen Kunden ihren Einkaufsvorgang ab?
Die häufigsten Gründe für das Verlassen des Hauses
Warenkorbabbrüche sind kein Zufall – sie sind das Ergebnis spezifischer Hindernisse und Abschreckungsfaktoren, die während des Einkaufsprozesses auftreten. In einer Studie des Baymard Institute nannten die Befragten am häufigsten folgende Gründe:
– Unerwartete Zusatzkosten – versteckte Gebühren, hohe Versandkosten, Steuern oder Bearbeitungsgebühren sind einer der Hauptgründe, warum Nutzer ihren Kauf im letzten Schritt abbrechen.
– Zu komplizierter oder langwieriger Kaufabwicklungsprozess – je mehr Schritte und Formulare auszufüllen sind, desto größer ist das Risiko einer Stornierung.
– Keine bevorzugte Zahlungsmethode – begrenzte Zahlungsmöglichkeiten verhindern häufig effektiv Konversionen.
– Registrierung oder Kontoerstellung erforderlich – Nutzer möchten oft nicht die Zeit aufwenden, für einen einmaligen Kauf ein Konto zu erstellen.
– Technische Probleme oder mangelhafte Website-Performance – lange Ladezeiten, Fehler im Warenkorb oder fehlende mobile Optimierung können Kunden effektiv abschrecken.
– Angebote vergleichen – manche Nutzer betrachten ihren Warenkorb als eine Art Wunschliste, um später zurückzukehren oder die Preise der Konkurrenz zu überprüfen.
Das Verständnis dieser Hindernisse ist der erste Schritt, um sie zu beseitigen – und um eine effektive Remarketing-Kampagne zu erstellen, die auf die tatsächlichen Anliegen der Nutzer eingeht.
Die Psychologie von Online-Kaufentscheidungen
Der Online-Einkaufsprozess ist nicht nur eine logische Kalkulation, sondern auch ein komplexer psychologischer Mechanismus. Nutzer treffen Kaufentscheidungen auf der Grundlage von Emotionen, Impulsen und kognitiven Heuristiken, die oft unbewusst ablaufen. Ein Kaufabbruch kann auf einen spontanen Impuls, Entscheidungsmüdigkeit, Ablenkung oder mangelnde Dringlichkeit zurückzuführen sein.
Ein Schlüsselelement der Kaufpsychologie ist der sogenannte Verlustaversionseffekt – die Angst vor Verlust wird von den Nutzern stärker empfunden als der Wunsch nach Gewinn. Remarketing kann daher effektiv sein, indem ein zeitlich begrenzter Kaufzeitraum geschaffen wird (z. B. „Nur heute versandkostenfrei!“) oder auf niedrige Lagerbestände hingewiesen wird (z. B. „Nur noch 2 Stück verfügbar“).
Ein weiterer wichtiger Mechanismus ist der soziale Beweis – ein Kunde wird eher zu dem Kauf zurückkehren, wenn er die Meinungen anderer Käufer, die Anzahl der Käufe oder die Information sieht, dass „dieses Produkt gerade von einer anderen Person in den Warenkorb gelegt wurde“.
Die Nutzung dieser psychologischen Aspekte in Remarketing-Kampagnen ermöglicht es, nicht nur an den Kauf zu erinnern, sondern auch die Emotionen und die Motivation des Nutzers zum Abschluss der Transaktion effektiv zu beeinflussen.
Arten des Remarketings im Kontext abgebrochener Warenkörbe
Display-Remarketing (Banner)
Display-Remarketing ist eine Form der grafischen Werbung, die Nutzern nach dem Verlassen eines Online-Shops auf anderen Websites (z. B. Nachrichtenportalen, Blogs, Kleinanzeigenportalen) angezeigt wird. Mithilfe von Cookies erkennt das Werbesystem den Besucher und präsentiert ihm eine grafische Erinnerung an das Produkt oder den Shop.
Diese Art von Remarketing ist zwar weniger personalisiert als andere, ihre Stärke liegt jedoch in ihrer großen Reichweite und der Fähigkeit, die Markenbekanntheit im Bewusstsein der Kunden zu verankern. Sie eignet sich gut, um die Markenbekanntheit zu steigern und Kunden dezent an noch offene Geschäfte zu erinnern.
Dynamisches Remarketing
Dynamisches Remarketing ist eine Weiterentwicklung von Display-Kampagnen, bei der sich die Anzeigeninhalte automatisch an die Aktionen der Nutzer anpassen. Beispielsweise hat ein Kunde bestimmte Sneaker angesehen und sieht diese später auf einem Banner mit dem aktuellen Preis, Rabatt oder Verfügbarkeitsinformationen.
Diese Lösung erfordert die Integration eines Produktfeeds und einer Werbeplattform (z. B. Google Ads, Meta Ads), bietet im Gegenzug aber hochgradig personalisierte Botschaften und höhere Konversionsraten. Dynamisches Remarketing eignet sich ideal für große Produktsortimente und häufige Produktrotationen.
E-Mail-Remarketing (Wiederherstellungskampagnen)
Eine der direktesten und effektivsten Methoden zur Rückgewinnung von Kunden nach Kaufabbrüchen ist das E-Mail-Remarketing. Dabei werden automatisch Nachrichten an Nutzer versendet, die Produkte in ihren Warenkorb gelegt, den Kauf aber nicht abgeschlossen haben. Wichtige Elemente sind:
– Zeitpunkt – Die erste Nachricht sollte innerhalb von 1–3 Stunden nach Abbruch des Kaufvorgangs versendet werden.
– Personalisierung – Die E-Mail sollte das jeweilige Produkt, seinen Namen, ein Bild und etwaige Anreize (Rabatt, kostenloser Versand, Empfehlung) enthalten.
– Handlungsaufforderung (CTA) – Eine klare, deutliche und unmissverständliche Aufforderung zur Rückkehr zum Warenkorb.
Solche Nachrichten erzielen hohe Öffnungs- und Konversionsraten, vorausgesetzt, sie sind gut gestaltet und nicht aufdringlich.
SMS-Remarketing und Push-Benachrichtigungen
Immer mehr Marken nutzen noch direktere Kanäle – kurze Textnachrichten oder Push-Benachrichtigungen (auf Smartphones oder Browsern). Ihr größter Vorteil ist die sofortige Kontaktaufnahme und die extrem hohe Sichtbarkeit der Nachrichten.
– SMS – ideal für dringende Anlässe (z. B. wenn ein Rabatt heute ausläuft), kurze Inhalte und einen begrenzten Kundenstamm.
– Push-Benachrichtigungen – effektiv in mobilen Apps und Browsern, erfordern die vorherige Zustimmung des Nutzers, können Nutzer aber schnell zur Rückkehr auf die Website animieren.
Man sollte bedenken, dass diese Kanäle ihre Eigenheiten haben und eine sorgfältige Planung erfordern – zu häufiges Senden kann als aufdringlich empfunden werden.
E-Mail-Remarketing Schritt für Schritt
Wann und wie man Nachrichten sendet
Die Reaktionszeit ist bei E-Mail-Remarketing-Kampagnen entscheidend. Studien zeigen, dass die höchsten Warenkorbwiederherstellungsraten mit E-Mails erzielt werden, die innerhalb der ersten 60 Minuten nach Kaufabbruch versendet werden. Die optimale Strategie umfasst eine Serie von 2–3 E-Mails mit zeitlichem Abstand
– E-Mail 1 – wird nach 1–3 Stunden versendet: eine freundliche Erinnerung mit einer Zusammenfassung des Warenkorbs.
– E-Mail 2 – nach 24 Stunden: eine weitere Handlungsaufforderung, oft mit einem Zeitdruck oder einem Rabattangebot.
– E-Mail 3 – nach 48–72 Stunden: letzte Chance, oft mit zusätzlichen Vorteilen (z. B. kostenloser Versand).
Es ist wichtig, dass die Kampagne DSGVO-konform ist – die E-Mail-Adressen müssen von Nutzern stammen, die der Zusendung von Marketingmitteilungen zugestimmt haben.
Inhalte, Handlungsaufforderungen und Personalisierung
Der Inhalt Ihrer Nachricht hat einen enormen Einfluss auf den Erfolg Ihrer Kampagne. Er sollte prägnant, klar und auf das Hauptziel ausgerichtet sein: Nutzer zurück in ihren Warenkorb zu bringen.
– Überschrift und Preheader – diese müssen Aufmerksamkeit erregen und die Absicht klar kommunizieren. Zum Beispiel: „Sie haben etwas in Ihrem Warenkorb gelassen …“ oder „Ihr Warenkorb wartet noch!“
– Fließtext – personalisiert und auf die jeweiligen Produkte bezogen. Es empfiehlt sich, Bilder, den Produktnamen, den Preis und einen Link zum Warenkorb hinzuzufügen.
– Handlungsaufforderung (CTA) – ein gut sichtbarer Button wie „Kauf abschließen“ oder „Zurück zum Warenkorb“. Die Handlungsaufforderung sollte deutlich erkennbar und unmissverständlich sein.
Zu den weiteren Faktoren, die die Effektivität erhöhen, gehören Bewertungen von anderen Kunden, eine Geld-zurück-Garantie, begrenzte Verfügbarkeit und Boni für den Abschluss des Kaufs.
Kampagnenautomatisierung: Tools und Frameworks
Automatisierung ist der Schlüssel zu effektivem E-Mail-Remarketing in großem Umfang. Marketing-Automatisierungssysteme ermöglichen die Erstellung von Workflows zur Warenkorbabbruch-Erkennung, die automatisch auf Basis des Nutzerverhaltens ausgelöst werden.
Ein gut konzipierter Workflow berücksichtigt neben Zustellungszeitpunkt und Nachrichteninhalt auch die Reaktion des Empfängers (z. B. Klicken, Nicht-Öffnen, Kaufabschluss). Das System beendet die Kampagne automatisch, sobald der Nutzer die Transaktion abschließt. Dadurch werden unnötige Nachrichten vermieden und die Nutzererfahrung verbessert.
Segmentierung und Personalisierung – der Schlüssel zur Effektivität
Die Botschaft sollte auf die jeweilige Phase des Verkaufstrichters abgestimmt sein
Nicht jeder Nutzer, der einen Warenkorb abbricht, befindet sich an derselben Stelle im Kaufprozess. Daher sollte effektives Remarketing nicht auf einer Einheitsbotschaft basieren. Stattdessen lohnt es sich, die Zielgruppe anhand ihrer Aktivitäten zu segmentieren und die Botschaft auf ihre Absicht zuzuschneiden. Beispielhafte Segmente:
– Neukunden – Erster Kontakt mit dem Shop, unbekannte Marke. Hier lohnt es sich, Vertrauen aufzubauen, Bewertungen, Zertifizierungen und eine Geld-zurück-Garantie anzubieten.
– Stammkunden – Sie kennen die Marke bereits, daher sind Erinnerungsinhalte und Treueangebote, wie z. B. ein Rabatt für Stammkunden, effektiver.
– Kunden mit hohem Warenkorbwert – Hier können Sie Upselling-Strategien testen oder einen Vorteil hinzufügen, der den höheren Preis rechtfertigt, z. B. kostenlosen Versand.
– Mobile- vs. Desktop-Nutzer – Nachrichten sollten für das jeweilige Gerät optimiert werden, sowohl hinsichtlich Form als auch Textlänge.
Durch Segmentierung können Sie präzisere Kampagnen erstellen, die besser auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden eingehen – was zu höheren Konversionsraten führt.
Produktempfehlungen und Storytelling
Remarketing muss sich nicht auf Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe beschränken. Sie können noch einen Schritt weiter gehen und die Nachricht mit Produktempfehlungen anreichern, die auf den vorherigen Aktivitäten des Nutzers basieren. Hat ein Kunde beispielsweise Sportschuhe in den Warenkorb gelegt, können Sie ihm passendes Zubehör vorschlagen: Funktionssocken, einen Schuhbeutel oder Pflegeprodukte. Dies erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Bestellung, sondern auch den durchschnittlichen Bestellwert.
Es lohnt sich auch, Storytelling-Elemente einzubauen, die die emotionale Botschaft der Kampagne verstärken. Anstatt zu schreiben: „Ihr Warenkorb wartet noch“, können Sie beispielsweise eine Erzählung verwenden:
„Ihre neuen Sneaker warten darauf, Sie bei Ihrem nächsten Training zu begleiten. Lassen Sie sie nicht verschwinden – gehen Sie zurück zu Ihrem Warenkorb und schließen Sie Ihre Bestellung ab.“
Personalisierung beschränkt sich nicht nur auf den Namen – sie kann auch den Stil der Kommunikation, auf eine bestimmte Produktkategorie zugeschnittene Vorteile und das bisherige Kaufverhalten umfassen. Remarketing auf diese Weise erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, einen abgebrochenen Warenkorb wiederherzustellen, sondern stärkt auch die Kundenbindung und das Image einer engagierten und aufmerksamen Marke.
Optimierung der Warenkorbseite und des Kaufprozesses
Minimierung der Reibungspunkte
Jeder zusätzliche Schritt, jedes Formular und jede Ablenkung im Einkaufsprozess erhöht das Risiko eines Kaufabbruchs. Daher sollte der erste Schritt einer Strategie zur Rückgewinnung abgebrochener Warenkörbe darin bestehen, diese Reibungspunkte zu beseitigen. Stellen Sie Folgendes sicher:
– Ein kurzer und intuitiver Einkaufsprozess – je weniger Klicks für den Kaufabschluss nötig sind, desto besser. Ein einseitiger Checkout ist mittlerweile Standard in vielen erfolgreichen Shops.
– Die Möglichkeit, ohne Registrierung zu kaufen – die Notwendigkeit, ein Konto zu erstellen, ist nach wie vor einer der häufigsten Gründe für Kaufabbrüche. Es lohnt sich, die Option „Als Gast bestellen“ anzubieten.
– Klare Prozessschritte – der Nutzer sollte wissen, wie viele Schritte noch bis zum Abschluss der Transaktion verbleiben. Ein einfacher Fortschrittsbalken oder nummerierte Schritte vermitteln ein Gefühl von Kontrolle und Vorhersehbarkeit.
Die technische und UX-Optimierung des Kaufprozesses ist oft die profitabelste Investition im gesamten E-Commerce – sie wirkt sich langfristig aus und beeinflusst jeden Vertriebskanal, nicht nur das Remarketing.
Kostentransparenz und vereinfachter Checkout
Hohe oder unerwartete Kosten, die erst bei der Auftragsabwicklung entstehen, gehören zu den Hauptgründen für Stornierungen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Folgendes beachten:
– Kommunizieren Sie Versandkosten und eventuelle Zusatzgebühren klar und deutlich auf der Warenkorbseite oder sogar schon vorher.
– Bieten Sie kostenlosen Versand ab einem bestimmten Bestellwert an – dies ist eine bewährte Strategie, um den Warenkorbwert zu steigern und Kaufabbrüche zu reduzieren.
– Halten Sie Formulare so kurz wie möglich – nur die wichtigsten Informationen: Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Lange Formulare senken die Konversionsrate unnötig.
Es lohnt sich auch, automatische Datenvervollständigungsfunktionen zu nutzen (z. B. über gespeicherte Browseradressen oder die Integration mit Google-/Apple-Konten), was den Zeit- und Arbeitsaufwand für den Kunden reduziert.
Sicherheit und Vertrauen (Vertrauenssignale)
Bevor Nutzer ihre Kartendaten eingeben oder in einem neuen Shop ein Produkt bestellen, müssen sie sich sicher fühlen. Ist der Bezahlvorgang nicht vertrauenswürdig, ist ein Kaufabbruch nahezu sicher. Daher ist es wichtig, Folgendes zu gewährleisten:
– Sichtbare Sicherheitszertifikate (SSL, Zahlungszertifikate, Symbole bekannter Zahlungssysteme).
– Kundenmeinungen und -bewertungen – insbesondere im Warenkorb und auf der Zahlungsseite sind authentische Bewertungen empfehlenswert, die die Servicequalität bestätigen.
– Klare Rückgabebedingungen
Fallstudien und bewährte Verfahren
Beispiele für effektive Remarketing-Kampagnen
Um das Potenzial von Remarketing besser zu verstehen, lohnt es sich, konkrete Beispiele von Unternehmen zu untersuchen, die erfolgreich abgebrochene Warenkörbe zurückgewinnen. Hier sind drei Beispiele aus Branchen mit unterschiedlichen Profilen:
1. Online-Bekleidungsgeschäft (mittlere Preisklasse):
Diese Bekleidungsmarke setzte eine dreistufige E-Mail-Sequenz für abgebrochene Warenkörbe ein. Die erste E-Mail wurde nach einer Stunde versendet und enthielt eine Produkterinnerung. Die zweite E-Mail, nach 24 Stunden, bot einen Rabattcode von 10 % an. Die dritte E-Mail, nach 72 Stunden, informierte den Kunden darüber, dass das Angebot abgelaufen war.
Ergebnis: 28 % der Nutzer kehrten auf die Website zurück, und 17 % schlossen ihren Kauf ab. Der durchschnittliche Bestellwert stieg um 12 %.
2. Premium-Elektronikfachgeschäft:
Vertrauen aufzubauen und die Kaufentscheidung zu unterstützen, war hier entscheidend. Das Unternehmen nutzte dynamisches Google Ads Remarketing mit Produktbewertungen, Verfügbarkeits- und Garantieinformationen.
Das Ergebnis: Die Klickrate (CTR) der Kampagne stieg um 31 %, und die Conversion-Rate der Nutzer, die die Remarketing-Anzeige gesehen hatten, lag bei 9 % – deutlich über dem Branchendurchschnitt.
3. Kosmetikgeschäft mit eigener App.
Das Unternehmen integrierte seine mobile App in ein automatisches Push-Benachrichtigungssystem. Zwei Stunden nach einem abgebrochenen Warenkorb wurde eine Benachrichtigung mit einer Erinnerung und einer zusätzlichen Empfehlung (z. B. eine Creme, die das ausgewählte Serum ergänzt) versendet.
Das Ergebnis: 20 % der Warenkörbe wurden über die App wiederhergestellt und der durchschnittliche Bestellwert stieg um 8 %.
Ergebnisanalyse: Klickrate (CTR), Warenkorb-Recovery, ROI
Die Messung der Effektivität von Remarketing-Kampagnen umfasst nicht nur die Analyse der Konversionsrate, sondern auch die Überwachung von Indikatoren wie:
– Klickrate (CTR) – Eine hohe Klickrate zeigt an, dass die Remarketing-Nachricht relevant und ansprechend ist. Bei gut optimierten E-Mail-Kampagnen kann sie über 15 % liegen, bei Display-Anzeigen zwischen 2 und 4 %.
– Warenkorbwiederherstellungsrate – Der Prozentsatz der Nutzer, die nach Interaktion mit der Kampagne ihren Kauf abgeschlossen haben. Erfolgreiche Kampagnen erreichen je nach Branche und Kanal 10–30 %.
– Kapitalrendite (ROI) – Remarketing bietet oft eine sehr hohe Kapitalrendite, da die Kampagnen präzise auf Nutzer ausgerichtet sind, die bereits Interesse am Produkt gezeigt haben.
Die effektivsten Kampagnen kombinieren verschiedene Kanäle und Aktivitäten: E-Mail, dynamische Anzeigen, Empfehlungen, personalisierte Inhalte und eine gut gestaltete Warenkorbseite. Eine wichtige Best Practice ist die kontinuierliche datengestützte Optimierung – das Testen von Werbemitteln, Segmenten, Lieferzeiten und Vorteilen (Rabatt vs. kostenloser Versand).
Remarketing ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess. Unternehmen, die es als integralen Bestandteil ihrer Vertriebsstrategie betrachten, steigern kontinuierlich sowohl die Konversionsrate als auch den Kundenwert.
Die häufigsten Fehler im Remarketing und wie man sie vermeidet
Zu viele Nachrichten
Übermäßig intensives Remarketing kann kontraproduktiv sein. Nutzer innerhalb kurzer Zeit mit zahlreichen E-Mails, Push-Benachrichtigungen und Anzeigen zu überhäufen, kann als aufdringlich und irritierend empfunden werden und dazu führen, dass sie sich von Ihrer Mailingliste abmelden oder Werbeblocker aktivieren.
Wie lässt sich das vermeiden?
– Begrenzen Sie die Anzahl der Nachrichten – maximal 2–3 Erinnerungen, um den Empfänger nicht zu stören.
– Legen Sie die Häufigkeit der Anzeigenschaltung fest (Frequenzbegrenzung), damit Nutzern nicht dutzende Male täglich Anzeigen angezeigt werden.
– Ermöglichen Sie Nutzern, Benachrichtigungen einfach abzubestellen, beispielsweise in einer mobilen App oder über einen Link in einer E-Mail – dies schafft Vertrauen und ein positives Markenimage.
Kein Test (A/B-Test)
Einer der häufigsten Fehler im Remarketing ist das blinde Durchführen einer Kampagne – ohne verschiedene Versionen der Botschaften zu vergleichen. Ohne Tests lässt sich nur schwer feststellen, welche Werbemittel, Überschriften, Handlungsaufforderungen, Auslieferungszeiten oder Rabatte am besten funktionieren.
Wie lässt sich das vermeiden?
– Testen Sie regelmäßig verschiedene E-Mail-Versionen (z. B. mit und ohne Rabatt, mit unterschiedlichem Call-to-Action, mit unterschiedlichen Grafiken).
– Testen Sie bei Display-Kampagnen verschiedene Anzeigenlayouts und -texte.
– Analysieren Sie die Ergebnisse nicht nur hinsichtlich der Klickrate (CTR), sondern auch der Conversions und des Warenkorbwerts – eine ansprechendere E-Mail führt nicht immer zu höheren Umsätzen.
Mobilgeräte und Cross-Channel-Kommunikation werden ignoriert
Der moderne Nutzer durchstöbert Angebote auf verschiedenen Geräten – oft beginnt er den Einkauf auf dem Smartphone und beendet ihn dort
Messung der Effektivität einer Remarketing-Kampagne
Wichtigste Kennzahlen: Öffnungsrate, Konversionsrate, ROAS
Die Effektivität von Remarketing-Maßnahmen lässt sich nicht intuitiv beurteilen – sie erfordert die systematische Überwachung spezifischer Kennzahlen. Hier sind die wichtigsten Kennzahlen, die Sie verfolgen sollten:
– Öffnungsrate – Diese Kennzahl ist vor allem für E-Mail-Kampagnen relevant und misst den Prozentsatz der Empfänger, die die Nachricht geöffnet haben. Eine gute Öffnungsrate für E-Mails zu abgebrochenen Warenkörben liegt typischerweise zwischen 30 und 50 %. Ein niedriger Wert kann auf eine unpassende Betreffzeile, einen wenig ansprechenden Preheader oder eine schlechte Absenderreputation hindeuten.
( Click-Through-Rate, CTR) misst den Prozentsatz der Empfänger, die auf einen Link geklickt haben (z. B. zurück zum Warenkorb). Bei Remarketing-Kampagnen kann die CTR in E-Mails 10–20 % erreichen, während sie bei Display-Anzeigen zwischen 1 und 5 % liegt. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Nutzerinteraktion.
– Konversionsrate – Dies ist der Prozentsatz der Nutzer, die nach der Interaktion mit der Kampagne einen Kauf abschließen. Erfolgreiche Kampagnen können Konversionsraten von 10–30 % bei abgebrochenen Warenkörben erzielen.
– Wiederherstellungsrate (Warenkorbwiederherstellung) – Diese Kennzahl misst, wie viele abgebrochene Warenkörbe dank Remarketing-Maßnahmen wiederhergestellt werden konnten. Sie gibt Aufschluss über den direkten Einfluss der Kampagne auf den Umsatz.
Der ROAS (Return on Ad Spend) gibt an, wie viel Umsatz jeder für Werbung ausgegebene Zloty generiert. Investiert man beispielsweise 1.000 PLN in eine Kampagne, die 5.000 PLN Umsatz erzielt, beträgt der ROAS 5:1. Dies ist ein wichtiger Indikator für die finanzielle Effektivität von Remarketing.
Zielsetzung und Rentabilitätsanalyse
Jede Remarketing-Kampagne sollte ein klar definiertes Ziel haben – beispielsweise die Wiederherstellung von 20 % der abgebrochenen Warenkörbe, die Steigerung des durchschnittlichen Bestellwerts um 10 % oder die Verbesserung der E-Mail-Konversionsrate um 5 Prozentpunkte. Nur so lässt sich die Effektivität zuverlässig messen.
Für eine bessere Analyse lohnt es sich:
– Vergleichen Sie die Remarketing-Ergebnisse mit anderen Kanälen (z. B. E-Mail-Kampagnen oder bezahltem Suchverkehr).
– Beobachten Sie Trends im Zeitverlauf – beispielsweise, ob eine verbesserte Klickrate (CTR) tatsächlich zu höheren Umsätzen führt.
– Analysieren Sie die Daten nach Segmenten – beispielsweise die Kampagneneffektivität bei Neukunden im Vergleich zu Bestandskunden.
Tools wie Google Analytics, Klaviyo, Facebook Ads Manager oder spezielle E-Commerce-Systeme (z. B. Shopify, WooCommerce mit Plugins) ermöglichen es Ihnen, die Auswirkungen von Remarketing-Aktivitäten detailliert und in Echtzeit zu verfolgen.
Regelmäßige Kampagnenanalyse und -optimierung sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Selbst eine gut konzipierte Kampagne wird scheitern, wenn sie nicht kontinuierlich an verändertes Kundenverhalten, saisonale Schwankungen oder A/B-Testergebnisse angepasst wird.
Remarketing im Einklang mit der DSGVO und den Marketingethik
Einwilligung zu Marketingmaßnahmen und Datenschutzrichtlinie
Im Zeitalter der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) erfordert die Durchführung von Remarketing-Kampagnen – insbesondere über Kanäle wie E-Mail, SMS oder Push-Benachrichtigungen – die vollständige Einhaltung geltenden Rechts. Wichtige Grundsätze:
– Die Einwilligung muss freiwillig, informiert und eindeutig sein – das Kontrollkästchen „Ich stimme dem Erhalt von Marketingmitteilungen zu“ darf nicht standardmäßig aktiviert sein.
– Der Nutzer sollte wissen, zu welchem Zweck und unter welchen Bedingungen seine personenbezogenen Daten verarbeitet werden – diese Informationen müssen in der Datenschutzerklärung und der Einwilligungserklärung für Marketingmitteilungen enthalten sein.
– Das Recht auf Widerruf der Einwilligung – der Kunde muss jederzeit die Möglichkeit haben, den Erhalt von Remarketing-Mitteilungen abzubestellen (z. B. über den Link „Abmelden“ in der E-Mail-Fußzeile).
– Die Pflicht zur Dokumentation der Einwilligung – im Falle einer Prüfung muss nachgewiesen werden können, wann und wie die betroffene Person ihre Einwilligung erteilt hat.
Wenn Remarketing in Form von Display-Werbung (z. B. Google Ads, Facebook Ads) erfolgt, sollten die Nutzer auch über die Verwendung von Cookies informiert werden und die Möglichkeit erhalten, ihre Einwilligung zu verwalten, z. B. mithilfe eines DSGVO-konformen Cookie-Banners.
Transparenz gegenüber den Nutzern
Über formale Verpflichtungen hinaus ist Transparenz ein Schlüsselelement ethischen Remarketings – die Nutzer sollten das Gefühl haben, dass die Botschaften ehrlich sind, für ihre Handlungen relevant sind und ihre Privatsphäre respektieren.
Zu den bewährten Praktiken gehören:
– Klare Kommunikation des Nachrichtenzwecks – z. B.: „Sie haben Artikel in Ihrem Warenkorb vergessen – wir erinnern Sie daran, bevor sie vergriffen sind.“
– Keine emotionale Manipulation – übermäßiger Druck wie „Letzte Chance, Sie werden nie wieder bei uns kaufen!“ oder künstlich erzeugte Bedrohungen sind sinnlos.
– Segmentierung statt Massenmarketing – eine maßgeschneiderte Nachricht an eine kleinere Gruppe ist effektiver als eine Massenmail.
– Mäßigung – eine Remarketing-Kampagne ist hilfreich, zehn sind aufdringlich.
Ein ethischer Umgang mit Nutzerverhalten bringt konkrete Vorteile: höhere Kundenbindung, ein besseres Markenimage und ein geringeres Risiko von Beschwerden oder Abmeldungen. Zudem bevorzugen Verbraucher zunehmend Geschäfte, die ihre Privatsphäre respektieren und auf aggressive Verkaufspraktiken verzichten.
Zusammenfassung und Empfehlungen für den Einstieg
5 Schritte zur Umsetzung einer effektiven Remarketing-Strategie
Remarketing ist eines der kosteneffektivsten E-Commerce-Instrumente, wenn es bewusst und umfassend eingesetzt wird. Um Ihre Bemühungen zu starten oder zu optimieren, sollten Sie sich auf fünf wichtige Schritte konzentrieren:
1. Ermitteln Sie die Hauptursachen für Warenkorbabbrüche.
Analysieren Sie vor dem Start einer Remarketing-Kampagne Daten aus Google Analytics und UX-Tools (z. B. Hotjar, Clarity), um zu verstehen, wo und warum Nutzer ihre Käufe abbrechen. So können Sie nicht nur abgebrochene Warenkörbe wiederherstellen, sondern auch deren Abbruch verhindern.
2. Personalisierte Kommunikation gestalten
. Passen Sie die Kampagneninhalte an das Nutzerverhalten an. Berücksichtigen Sie Produkttyp, Warenkorbwert, Kaufphase und Traffic-Quelle. Kommunizieren Sie mit Neukunden anders als mit Stammkunden.
3. Wählen Sie die passenden Tools und automatisieren Sie den Prozess.
Nutzen Sie Remarketing-Plattformen, mit denen Sie automatisch E-Mails versenden, dynamische Anzeigen schalten und Nutzersegmente verwalten können. Klaviyo, Mailchimp, GetResponse und Facebook Ads sind nur einige Beispiele.
4. Testen, messen und optimieren.
Führen Sie A/B-Tests durch – vergleichen Sie verschiedene Kampagnenversionen und analysieren Sie Klickrate (CTR), Konversionsrate und ROI. Regelmäßige, datenbasierte Optimierung ist die Grundlage für effektives Remarketing.
5. Seien Sie DSGVO-konform und handeln Sie ethisch.
Gewährleisten Sie eine rechtmäßige Datenverarbeitung, eine eindeutige Einwilligung zum Marketing und Transparenz gegenüber den Nutzern. Langfristiges Kundenvertrauen ist wesentlich wertvoller als eine einmalige Konversion.
Was sollte man zuerst testen und optimieren?
Zunächst einmal lohnt es sich, sich auf die einflussreichsten Elemente Ihrer Kampagne zu konzentrieren:
– Zeitpunkt des ersten E-Mail-Versands – Testen Sie, ob eine nach 1 oder 4 Stunden versendete Nachricht bessere Ergebnisse erzielt.
– Betreffzeile und Preheader – diese beeinflussen die Öffnungsrate der E-Mail. Testen Sie verschiedene Überschriften: informativ, emotional, dringend.
– Handlungsaufforderung (CTA) – Variieren Sie Inhalt, Farbe und Position des Buttons in der E-Mail oder Anzeige.
– Kaufanreize – Testen Sie, ob ein Rabatt, kostenloser Versand oder Produktempfehlungen effektiver sind.
– Zielgruppensegmentierung – Testen Sie verschiedene Ansätze für Neukunden vs. Stammkunden, mobile vs. Desktop-Nutzer und Kunden mit niedrigem vs. hohem Warenkorbwert.
Remarketing erfordert keine großen Investitionen, aber Bewusstsein, Planung und Kontinuität sind unerlässlich. Schon kleine Verbesserungen können zu spürbaren Steigerungen von Conversions und Umsatz führen. Denken Sie daran: Remarketing dient nicht nur dazu, verlorene Chancen zurückzugewinnen, sondern auch dazu, Kundenbindung aufzubauen und das Einkaufserlebnis zu verbessern.
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Kornelia Makowska
E-Commerce-Spezialist
Als Absolventin der Fachrichtungen Marketing und Management mit Schwerpunkt auf digitalem Marketing und E-Commerce verfügt sie über Erfahrung in der Leitung von Online-Shops und im Aufbau von Markenpräsenz in sozialen Medien. Sie verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung und konzentriert sich dabei auf effektive und moderne Marketinglösungen.


