Was können kleine E-Commerce-Betreiber von Zalando lernen? 7 Strategien, die Sie in Ihrem eigenen Tempo umsetzen können

Worum geht es?
Um eine Analyse der 7 Schlüsselstrategien, die hinter dem Erfolg von Zalando – einer der größten Einzelhandelsplattformen Europas – stehen, sowie um praktische Tipps, wie diese Lösungen auf kleine und mittelständische Online-Shops angewendet werden können.

Warum?
Zalando ist ein Trendsetter in der digitalen Welt und beweist, dass Erfolg im E-Commerce nicht allein vom Budget abhängt, sondern vor allem von Kundenservice, Technologie, Automatisierung und einer durchdachten Strategie. Kleinere Online-Shops können von den Marktführern lernen und so effektive Lösungen in ihrem eigenen Maßstab implementieren – und damit Umsatz, Kundenbindung und betriebliche Effizienz steigern.

Für wen ist es geeignet?
Für Inhaber kleiner und mittelständischer Online-Shops, E-Commerce-Manager, diejenigen, die ihr eigenes Online-Geschäft aufbauen, und alle, die ihren Umsatz steigern möchten, indem sie die Erfahrung der größten Akteure auf dem Markt nutzen.

Hintergrund:
Zalando ist ein Beispiel für ein Unternehmen, das sich von einem einfachen Online-Shop dank seines innovativen Ansatzes in Kundenservice, Technologie und Vertriebsstrategie zu einem Marktführer entwickelt hat. Heute ist es nicht nur eine E-Commerce-Plattform, sondern ein umfassendes Ökosystem für Marken, Kunden und Lieferanten. Dieser Artikel zeigt, dass viele dieser Lösungen auch für kleinere Unternehmen erfolgreich anwendbar sind – vorausgesetzt, sie werden bewusst und schrittweise implementiert. Er bietet einen praktischen Leitfaden für Strategien, die die Wettbewerbsfähigkeit in der digitalen Welt nachhaltig steigern.

Zalando zählt seit Jahren zu den bekanntesten und innovativsten Akteuren der digitalen Welt und setzt Trends und neue Maßstäbe im Online-Handel. Viele kleine Online-Shop-Betreiber mögen Vergleiche mit einem Giganten wie Zalando für unangebracht halten, doch tatsächlich profitieren gerade Unternehmen wie Ihres am meisten von einer Analyse der Geschäftspraktiken von Zalando. Es lohnt sich, Zalando nicht nur aufgrund seiner Größe zu betrachten, sondern als Quelle der Inspiration und praktischer Lösungen, die sich mit entsprechenden Anpassungen auch in kleineren, lokalen Unternehmen erfolgreich umsetzen lassen.

Zalando hat seine Position nicht allein durch Budget oder Reichweite aufgebaut. Der Erfolg der Plattform basiert auf einer sorgfältig geplanten Strategie, die Wachstum, Kundenservice, Personalisierung, Automatisierung und Kundenbindung umfasst. Viele dieser Elemente stehen auch kleineren Anbietern zur Verfügung – vorausgesetzt, sie wissen, wo und wie sie suchen müssen. Die durchdachte Umsetzung selbst einzelner, von Zalandos Strategie inspirierter Maßnahmen kann die Umsatzergebnisse und die Servicequalität deutlich verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Online-Shops auf dem lokalen Markt steigern.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen sieben Zalando-Strategien vor, die Sie mit dem richtigen Ansatz auch in Ihrem Onlineshop umsetzen können. Wir präsentieren konkrete Beispiele, zeigen Ihnen, wie Sie diese Strategien auf kleinere Strukturen übertragen können, und erklären, warum es an der Zeit ist, die bewährten Geschäftsmodelle der Marktführer zu nutzen. Wenn Sie einen eigenen Onlineshop betreiben und nach effektiven Wegen suchen, um zu wachsen, die Conversion-Rate zu steigern und das Kundenerlebnis zu verbessern, ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie.

Strategie Nr. 1: Kundenservice als Priorität – von der Rückgaberichtlinie bis zum Omnichannel-Ansatz

Zalando stellt den Kunden in den Mittelpunkt – warum lohnt es sich, diesem Beispiel zu folgen?

Einer der wichtigsten Pfeiler des Erfolgs von Zalando ist die konsequente Kundenorientierung. Seit Jahren verfolgt die Plattform eine kundenorientierte Strategie, die weit über den Standardservice hinausgeht – sie bietet nicht nur problemlose Rücksendungen, schnelle Lieferung und bequeme Zahlungsmethoden, sondern auch ein umfassendes Einkaufserlebnis. Inhaber kleinerer Online-Shops können von dieser Strategie weit mehr als nur Inspiration gewinnen – sie können viele dieser Elemente implementieren, um das Vertrauen und die Loyalität ihrer Kunden zu stärken.

1. Flexible Rückgabepolitik als Wettbewerbsvorteil

Zalando ist für seine äußerst kulante Rückgabepolitik bekannt, die Kunden oft bis zu 100 Tage Zeit für die Rückgabe von Artikeln einräumt. Für kleinere Online-Shops ist ein solches Angebot zwar möglicherweise nicht realisierbar, dennoch lohnt es sich, klare, verständliche und benutzerfreundliche Rückgabebedingungen zu gewährleisten. Studien zeigen, dass 60 % der Kunden die Rückgabebedingungen vor dem Kauf prüfen. Fehlende Informationen können dazu führen, dass der Kaufvorgang abgebrochen wird. Vereinfachte Abläufe und ein Gefühl der Sicherheit für die Kunden können die Conversion-Rate deutlich steigern und die Abbruchrate senken.

2. Omnichannel – ein einheitliches Erlebnis über alle Kanäle hinweg

Zalando investiert seit Jahren in Omnichannel-Strategien und vereint verschiedene Kommunikations- und Vertriebskanäle zu einem einheitlichen Ökosystem. Ob Kunden die mobile App, die Website oder soziale Medien nutzen – das Einkaufserlebnis bleibt konsistent und nahtlos. Auch kleinere Geschäfte können solche Lösungen realisieren, beispielsweise durch die Integration von Verkaufsplattformen (wie BaseLinker oder Shoper), die Synchronisierung von E-Mail-, Social-Media- und Chat-Kommunikation und die Nutzung eines zentralen CRM-Systems zur Verwaltung von Bestellungen und Anfragen.

3. Proaktiver und einfühlsamer Kundenservice

Auf Plattformen wie Zalando erhalten Nutzer schnell eine Antwort – Chats, Chatbots und eine umfangreiche Wissensdatenbank gehören zum Standard. Kleinere Geschäfte können **schnelle Kontaktkanäle** wie Messenger, Live-Chat oder automatisierte E-Mail-Antworten einsetzen, die bereits bei der ersten Anfrage die wichtigsten Informationen liefern. Ebenso wichtig ist es, die Mitarbeiter in empathischer Kommunikation zu schulen – Kunden erwarten nicht nur schnelle Reaktionszeiten, sondern auch Verständnis, Flexibilität und Engagement.

4. Bewertungs- und Feedbacksysteme – Vertrauensbildung

Zalando fördert aktiv Kundenbewertungen, die die Kaufentscheidungen anderer Nutzer beeinflussen. Es lohnt sich, ein Produktbewertungssystem in Ihrem Onlineshop einzuführen – beispielsweise als in die Verkaufsplattform integriertes Bewertungsmodul oder als eigenständiges Tool wie TrustMate, Opineo oder Trusted Shops. Bewertungen unterstützen nicht nur den Umsatz, sondern liefern auch wertvolles Feedback, mit dem Sie Ihr Angebot und Ihren Service verbessern können.

5. Automatisierung von Benachrichtigungen und Auftragsstatus

Zalando-Kunden wissen in jeder Phase ihrer Bestellung – von der Bestellbestätigung bis zur Lieferung – genau, was passiert. Kunden kleinerer Online-Shops erwarten das mittlerweile auch. Automatisierte Bestellstatus, die Integration mit Kurierdiensten sowie Benachrichtigungen per E-Mail und SMS sind kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Das reduziert die Anzahl der Kundendienstanfragen und steigert die Kundenzufriedenheit.

Strategie Nr. 2: Personalisierung des Einkaufserlebnisses durch Technologie

Zalando als Vorbild für Personalisierung – was können Sie auf Ihren Online-Shop übertragen?

Eine der größten Stärken von Zalando ist die Möglichkeit, ein personalisiertes Einkaufserlebnis zu schaffen. Die Plattform versteht nicht nur die Präferenzen ihrer Nutzer, sondern kann ihr Angebot dynamisch an deren Erwartungen anpassen – sowohl in Echtzeit als auch basierend auf Kaufhistorie, Produktsuche und App-Aktivitäten. Für kleinere Online-Shop-Betreiber mag die Umsetzung schwierig erscheinen, doch es gibt zahlreiche Tools und Lösungen, die mit begrenzten Ressourcen einen ähnlichen Effekt erzielen können.

1. Intelligente Produktempfehlungen – Mehr als nur „Empfohlen“

Zalando nutzt schon lange fortschrittliche Empfehlungsalgorithmen, die das Kundenverhalten analysieren und in Echtzeit auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Produkte präsentieren. Auch kleinere Online-Shops profitieren von Personalisierungstools wie edrone, QuarticON oder Nosto, die sich in die Shop-Plattform integrieren lassen und dynamische Vorschläge auf Produktseiten, im Warenkorb und in E-Mails generieren. **Das Ergebnis? Bis zu 20–30 % höhere Konversionsraten** im Vergleich zur Standard-Produktpräsentation.

2. Personalisierte E-Mail-Marketing-Kampagnen

Anstatt allen Kunden denselben Newsletter zu senden, segmentiert Zalando seine Zielgruppe und liefert Inhalte, die auf deren Kaufhistorie, Markenpräferenzen und saisonale Bedürfnisse zugeschnitten sind. Kleinere Online-Shops können ähnlich vorgehen und Tools wie GetResponse, MailerLite oder ActiveCampaign nutzen. Die Auswertung von Transaktions- und Verhaltensdaten ist dabei entscheidend – selbst eine einfache Segmentierung in „aktive“, „gelegentliche“ und „inaktive“ Kunden kann messbare Umsatzsteigerungen erzielen.

3. Dynamische Inhalte auf der Website – das Erscheinungsbild des Shops wird je nach Nutzer angepasst

Zalando kann nicht nur Produkte, sondern das gesamte Einkaufserlebnis individuell auf den Nutzer zuschneiden – basierend auf Standort, Sprache, Gerät und bisherigen Interaktionen. Technologien wie dynamische Banner, personalisierte Bereiche mit zuletzt angesehenen Artikeln und dynamische Kategorien sorgen dafür, dass sich Besucher vom ersten Moment an gut betreut fühlen. Die Implementierung ähnlicher Funktionen – beispielsweise durch Module in Shoper, WooCommerce oder PrestaShop – kann die Verweildauer auf der Website und den durchschnittlichen Warenkorbwert deutlich steigern.

4. Dynamisches Retargeting – Kunden online zurückgewinnen

Zalando nutzt Retargeting hervorragend – das Unternehmen kontaktiert Kunden, die ihren Warenkorb abgebrochen oder den Kauf nicht abgeschlossen haben. Mithilfe von Bannern im Google Displaynetzwerk, dynamischen Anzeigen auf Facebook und Instagram sowie E-Mail-Kampagnen erinnert Zalando Kunden an Produkte, die sie sich angesehen haben. Kleinere Händler können dieselben Mechanismen mit Tools wie Meta Ads, Google Ads und E-Mail-Automatisierung implementieren. **Retargeting kann den Umsatz um bis zu 25 % steigern**, ohne dass neue Kunden gewonnen werden müssen.

5. Präferenzumfragen und Einkaufsquizzes

Zalando testet verschiedene Methoden zur direkten Datenerhebung von Nutzern, darunter Stil-Quizze, die bei der Auswahl von Produkten helfen, die den modischen Vorlieben entsprechen. Dies ist auch ein großartiges Tool für kleine Shops: Ein Quiz kann eine Suchmaschine ersetzen, den Weg des Kunden zum Warenkorb verkürzen und gleichzeitig die Kundenbindung erhöhen. Einfache Tools zur Quiz-Erstellung (z. B. Typeform, Outgrow oder Landingi) ermöglichen die Umsetzung dieser Interaktionsform ohne Investitionen in teure Systeme.

Strategie Nr. 3: Expansion ohne Lager – Die Stärke des Plattformmodells

Zalando als Marktplatz – ein skalierbares Modell auch für kleinere Anbieter

Einer der größten strategischen Durchbrüche bei Zalando war der Wechsel vom traditionellen Vertriebsmodell zu einer Plattformstruktur, auf der Produkte von unabhängigen Partnern angeboten werden. Heute stammt ein Großteil des Zalando-Angebots von Marken und Online-Shops, die am Zalando-Partnerprogramm teilnehmen. Konkret bedeutet dies, dass die Plattform nicht nur mit eigenen Warenbeständen, sondern auch mit Provisionen auf Verkäufe anderer Unternehmen Einnahmen generiert – ohne deren Waren physisch in ihren Lagern zu halten. Für kleinere Unternehmen kann dieses Modell ein Ausgangspunkt sein, um ihre Betriebsstruktur zu überdenken, Kosten zu senken und neue Vertriebskanäle zu erschließen, ohne in Logistikinfrastruktur investieren zu müssen.

1. Marktplatz als Alternative zum eigenen Lager

Zalando ermöglicht es Partnern, ihre Produkte zu verkaufen, ohne sie an die zentralen Lager der Plattform liefern zu müssen. So behalten Verkäufer die volle Kontrolle über ihre Logistik und profitieren gleichzeitig von der Reichweite und dem guten Ruf einer großen Plattform. Kleinere Online-Shops können diese Strategie auf zwei Arten nutzen: entweder durch das Anbieten ihrer Produkte auf externen Marktplätzen (z. B. Allegro, Amazon, Empik, Ceneo) oder durch den Aufbau eines eigenen Mikro-Marktplatzes, der Produkte lokaler Lieferanten integriert, ohne dass physische Lagerhaltung erforderlich ist. Dies senkt die Markteintrittskosten erheblich und reduziert das Investitionsrisiko.

2. Dropshipping-Modell – keine Investition in Lagerbestände

Das Dropshipping-Konzept entspricht der Logik, die Zalando für seine Partner anwendet. Ein Online-Shop kann Produkte anbieten, die von einem Lieferanten gelagert und versendet werden – ohne sich selbst um die Logistik kümmern zu müssen. Dies ermöglicht kleinen E-Commerce-Unternehmen, neue Produktkategorien zu testen, ihr Angebot zu erweitern und das Risiko von Lagerbeständen zu minimieren. Die Wahl bewährter Logistikpartner und vertrauenswürdiger Großhändler ist jedoch entscheidend. Beliebte Dropshipping-Lösungen werden unter anderem von Shoper, Baselinker und Sky-Shop angeboten.

3. Systemintegration und Automatisierung – die Grundlage für einen lagerlosen Betrieb

Für den erfolgreichen Betrieb einer Plattform oder eines Dropshipping-Modells sind automatisierter Datenfluss und die Synchronisierung des Warenbestands unerlässlich. Zalando investiert in die Integration von ERP-, WMS- und CRM-Systemen, um Informationen zu Verfügbarkeit, Preisen und Bestellstatus dynamisch zu aktualisieren. Kleinere Shops können fertige Integratoren wie BaseLinker nutzen, der mehrere Vertriebskanäle verbindet und Datenaktualisierungen automatisiert. So kann selbst ein kleines Team ein breites Produktsortiment und verschiedene Lieferanten verwalten.

4. Fulfillment-Modell – Auslagerung der Logistik an externe Dienstleister

Zalando bietet mit Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) einen Service an, der es Partnern ermöglicht, den gesamten Versand- und Retourenprozess an eine externe Infrastruktur auszulagern. Dieses Modell gewinnt auch in Polen an Beliebtheit, wo Fulfillment-Services von Unternehmen wie Omnipack, InPost Fulfillment und Frisco Logistics angeboten werden. Online-Shops können sich so auf Vertrieb, Marketing und Kundenbeziehungen konzentrieren und Lagerhaltung und Logistik an spezialisierte Unternehmen auslagern. Dies ist eine optimale Lösung für wachsende E-Commerce-Unternehmen mit begrenztem Personal.

5. Markteintritt als Form der Expansion

Anstatt einen eigenen Vertriebskanal aufzubauen, ermöglicht Zalando anderen Marken die Nutzung seiner Plattform und damit den Zugang zu Millionen von Kunden. Für kleine Unternehmen bietet dies die Chance, schnell Bekanntheit und Umsatz zu steigern – ohne in Marketingkampagnen oder den Ausbau von Vertriebskanälen investieren zu müssen. In Polen bieten unter anderem Allegro, Empik Marketplace, Morele.net und Arena.pl ähnliche Möglichkeiten. Dies ist nicht nur ein Weg, den Umsatz zu steigern, sondern auch neue Märkte, Produktkategorien und Preisstrategien ohne das Risiko hoher Investitionen zu testen.

Strategie Nr. 4: Content-Commerce – Verkaufen durch Inspiration

Wie nutzt Zalando Inhalte, um den Umsatz zu steigern?

In der digitalen Welt beschränkt sich erfolgreicher Vertrieb nicht mehr allein auf die Präsentation von Produkt und Preis. Content-Commerce spielt heute eine Schlüsselrolle – eine Strategie, die inspirierende Inhalte mit dem Einkaufserlebnis verbindet. Zalando entwickelt diese Kommunikationsform seit Jahren und kombiniert Storytelling, Modeführer, Lookbooks, Editorials und Videoinhalte mit dynamisch verknüpften Angeboten. So wird Shopping emotionaler, ansprechender und personalisierter. Kleine Online-Shops können diese Lösungen effektiv implementieren, sie an ihre Nische und Ressourcen anpassen und so ein wertvolles und umsatzstarkes Content-Ökosystem schaffen.

1. Lookbooks und Styling-Galerien – visuelle Inspiration im Mittelpunkt

Zalando präsentiert Produkte in einem stilisierten Kontext und zeigt fertige Outfits für verschiedene Figurtypen und Anlässe – vom Alltag bis zu besonderen Gelegenheiten. Dieses Format inspiriert nicht nur, sondern verkürzt auch den Einkaufsprozess. Online-Shop-Betreiber aus den Bereichen Mode, Beauty, Wohnen und Lifestyle können eigene Lookbooks erstellen – beispielsweise mit einfachen Tools wie Canva oder Figma – und diese direkt auf der Produktseite einbetten. Wichtig ist, dass die Produkte im Lookbook verlinkt sind, damit sie mit wenigen Klicks in den Warenkorb gelegt werden können.

2. Einkaufsratgeber – Wissen, das verkauft

Zalando schafft Vertrauen durch Expertenratgeber: Wie man die richtige Größe findet, wie man eine bestimmte Marke kombiniert und welche Kleidungsstücke in welcher Jahreszeit empfehlenswert sind. Solche Inhalte dienen nicht nur der Information, sondern unterstützen auch effektiv Kaufentscheidungen. Ein Online-Shop mit kleinerem Sortiment könnte Ratgeber wie „5 Must-haves für den Sommer“, „So finden Sie den perfekten Rucksack für Ihr Kind“ oder „Stoffvergleich – Was ist der richtige für den Winter?“ veröffentlichen. Dadurch werden Sie nicht nur Verkäufer, sondern auch Berater – was die Kundenbindung stärkt und die Konversionsrate erhöht.

3. Blog als Content-Hub – SEO, Inspiration und Kundenbindung

Zalando betreibt einen eigenen Blog und redaktionelle Beiträge, in denen neben Mode auch Themen wie gesellschaftliche Trends, Nachhaltigkeit und Lifestyle behandelt werden. Ein Blog ist ein nützliches Instrument für Unternehmen jeder Größe – insbesondere, da ein gut geführter Blog die Suchmaschinenoptimierung (SEO) Ihres Onlineshops unterstützt und organischen Traffic generiert. Entscheidend ist es, Inhalte zu erstellen, die Kundenfragen beantworten und direkt mit Ihrem Produktangebot verknüpft sind.

4. Video und soziale Medien – Erweiterung der Inhalte

Zalando nutzt Videos effektiv – sowohl in Werbekampagnen als auch zur Präsentation von Produkten und Styles. YouTube, Instagram Reels und TikTok sind heute nicht mehr nur Bildkanäle, sondern vor allem Vertriebsinstrumente. Selbst kleine Läden können kurze Videos aufnehmen, in denen sie neue Produkte vorstellen, Unboxing-Videos zeigen oder Produkttests durchführen. Cross-Posting ist eine lohnende Option: Ein einzelnes Video kann gleichzeitig auf mehreren Plattformen veröffentlicht werden, wodurch die Reichweite ohne zusätzliche Kosten erhöht wird.

5. Nutzergenerierte Inhalte (UGC) – Authentizität, die sich auszahlt

Zalando nutzt Kundenfotos und -bewertungen regelmäßig auf all seinen Kanälen – sowohl auf der Produktseite als auch in den sozialen Medien. Nutzergenerierte Inhalte (UGC) sind authentische und glaubwürdige Inhalte, die Aufmerksamkeit erregen und Vertrauen schaffen. Ein kleiner Online-Shop kann Kunden beispielsweise durch Rabatte oder Beiträge in sozialen Medien dazu anregen, Fotos von gekauften Produkten zu teilen. Tools wie TrustMate, Yotpo oder auch ein eigener Instagram-Hashtag helfen dabei, diese Inhalte zu sammeln und ansprechend zu präsentieren.

Strategie Nr. 5: Nachhaltigkeits- und ESG-Kommunikation als Vorteil

Zalando bekennt sich zu Verantwortung – was bedeutet das für Ihren E-Commerce?

Zalando hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet und ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) in den Mittelpunkt seiner Geschäftsstrategie gestellt. Die Plattform formuliert ambitionierte Klimaziele, fördert verantwortungsvolle Marken, führt umweltfreundliche Verpackungen ein und informiert Kundinnen und Kunden über bewusste Kaufentscheidungen. Diese Kommunikation ist weit mehr als nur „grüne PR“; sie beeinflusst Kaufentscheidungen und verschafft einen Wettbewerbsvorteil. Für kleine und mittlere Online-Shops bietet dies eine Chance: Selbst mit begrenzten Ressourcen lassen sich ESG-Elemente implementieren, die die Marke stärken, die Kundenbindung erhöhen und umweltbewusste Konsumenten anziehen.

1. Transparenz als Element des Vertrauensaufbaus

Zalando informiert seine Kunden über Produktherkunft, Materialzertifizierungen, Produktionsbedingungen und Umweltauswirkungen. Für kleinere Online-Händler kann Transparenz einfache, aber ehrliche Maßnahmen umfassen: die Herkunft der Produkte offenlegen, den Verpackungsprozess beschreiben oder Lieferanten nennen. Berichten zufolge bevorzugen bis zu 67 % der europäischen Verbraucher Marken, die transparent arbeiten. Selbst grundlegende Informationen über die internen Abläufe können ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal sein.

2. Ökologische Verpackung – ein kleiner Schritt, große Wirkung

Zalando testet seit Jahren vollständig recycelbare Verpackungen und verfolgt eine Strategie der Abfallvermeidung. Auch Online-Shops können umweltfreundliche Alternativen wählen – beispielsweise recycelte Umschläge, Papierklebeband und biologisch abbaubare Füllmaterialien. Kunden achten zunehmend nicht nur auf das Produkt selbst, sondern auch auf dessen Verpackung. Das ist eine einfache Möglichkeit, Verantwortung zu kommunizieren und sich von der Konkurrenz abzuheben. Es lohnt sich außerdem, eine plastikfreie Versandoption anzubieten und diese im Warenkorb oder in der Bestellbestätigung hervorzuheben.

3. Auswahl verantwortungsvoller Marken oder Produkte

Zalando kennzeichnet ausgewählte Produkte als „nachhaltig“ und ermöglicht es Kundinnen und Kunden, das Angebot nach Umwelt- oder ethischen Kriterien zu filtern. Ein ähnlicher Ansatz lässt sich auch in kleineren Geschäften umsetzen, beispielsweise mit einer eigenen „Öko“-Kategorie, Filtern wie „vegan“, „regional“ oder „handgemacht“ und einer Beschreibung, warum ein Produkt bestimmte Standards erfüllt. Diese Segmentierung vereinfacht nicht nur das Einkaufen, sondern stärkt auch die Kundenbindung preisbewusster Kundinnen und Kunden.

4. Kommunikation der ESG-Aktivitäten – Scheuen Sie sich nicht, über Ihre Aktivitäten zu sprechen

Umweltfreundliche oder sozial verantwortliche Initiativen sind wertlos, wenn sie niemand kennt. Zalando veröffentlicht regelmäßig ESG-Berichte, Informationsmaterialien und engagierte Kampagnen. Kleinere Geschäfte können lokal aktiv werden und ähnliche Ergebnisse erzielen: Sie können eine Rubrik „Unsere Verantwortung“ einrichten, Beiträge in sozialen Medien veröffentlichen oder kurze Informationen zu Initiativen in ihre Newsletter aufnehmen (z. B. Kooperationen mit lokalen Kunsthandwerkern, Baumpflanzungen, Reduzierung des Papierverbrauchs). Authentische ESG-Kommunikation stärkt die Marke und zieht Kunden an, die zunehmend werteorientiert einkaufen.

5. Soziale Verantwortung – nicht nur Ökologie

ESG umfasst mehr als nur den Umweltschutz, sondern auch soziale und ethische Initiativen. Zalando engagiert sich in Antidiskriminierungskampagnen, fördert Vielfalt und arbeitet mit sozialen Organisationen zusammen. Kleine Online-Shop-Betreiber können mit einfachen Gesten beginnen: lokale Lieferanten wählen, mit Stiftungen kooperieren und für Gleichberechtigung in der Kommunikation sorgen. Solche Initiativen verbessern nicht nur das Markenimage, sondern führen oft zu authentischen Kundenbeziehungen, in denen sich die Kunden mit den Markenwerten identifizieren.

Strategie Nr. 6: Vertrauen durch Transparenz aufbauen

Zalando als Beispiel für offene und bewusste Kommunikation mit Kunden

Eines der Fundamente, auf denen Zalando seine führende Position in der digitalen Welt aufgebaut hat, ist **Kundenvertrauen**. Dies ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenten Handelns, basierend auf Transparenz, klarer Kommunikation und leicht zugänglichen Informationen. Kunden wissen, was sie erwartet – sowohl in Bezug auf das Produkt als auch auf den Kaufprozess. In einer Welt, in der der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Nutzer hart ist und Kaufentscheidungen oft in Sekundenschnelle getroffen werden, ist **Transparenz zum Schlüssel für Kundentreue geworden**. Für Inhaber kleinerer Online-Shops bedeutet dies, jedem Kommunikationsschritt Aufmerksamkeit zu schenken – von Produktbeschreibungen bis hin zu Rückgabebestimmungen.

1. Detaillierte und ehrliche Produktbeschreibungen

Zalando bietet mehr als nur grundlegende Informationen: Die Produktbeschreibungen enthalten Angaben zu Material, Herkunft, Pflegehinweisen, Schnitt und sogar zur Passform an einem Model mit einer bestimmten Körpergröße. Dieser Detailgrad reduziert Retouren deutlich und stärkt das Markenvertrauen. Kleinere Geschäfte sollten ihre Beschreibungen so präzise wie möglich gestalten – idealerweise mit eigenen Fotos, Größentabellen, Pflegehinweisen und Herstellerinformationen. Jedes Element, das Kundenbedenken vor dem Kauf ausräumt, trägt zu einer höheren Konversionsrate bei.

2. Klare und transparente Rückgabe- und Beschwerderegelung

Zalando hat sich dank seiner einfachen, kostenlosen und großzügigen Rückgabebedingungen das Vertrauen seiner Kunden erworben. Für kleinere Online-Shops kann es schwierig sein, ein solches Angebot zu übernehmen, doch es geht nicht um Größe, sondern um Transparenz und Fairness. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten in verständlicher Sprache und ohne versteckte Klauseln formuliert sein, und der Rückgabeprozess sollte so einfach wie möglich gestaltet sein. Kunden möchten wissen, was sie tun können, wenn sie unzufrieden sind, und wie lange sie auf eine Rückerstattung warten müssen. Es empfiehlt sich, diese Informationen nicht nur in der Fußzeile, sondern auch im Warenkorb oder in den Produktdetails zu kommunizieren.

3. Sichtbarkeit von Kundenmeinungen und Bewertungen

Zalando fördert aktiv Kundenbewertungen und präsentiert diese ungefiltert. Dies dient nicht nur als sozialer Beweis, sondern kann auch die Verkaufszahlen spürbar steigern. Kleinere Geschäfte können ähnliche Lösungen über Bewertungssysteme (z. B. Trusted Shops, TrustMate, Opineo) implementieren und Kunden dazu anregen, nach dem Kauf Kommentare zu hinterlassen. Wichtig ist, dass negative Bewertungen nicht gelöscht, sondern angemessen beantwortet werden. Offene Kommunikation zeigt, dass das Geschäft Schwächen nicht verheimlicht, sondern aktiv daran arbeitet, sie zu beheben.

4. Echtzeitkommunikation – Kontakt, der Beziehungen aufbaut

Eine der Stärken von Zalando ist der blitzschnelle Kundenservice – per Chat, E-Mail und mobilen Apps. Kleinere Geschäfte können durch Tools wie Live-Chat, Messenger, WhatsApp oder schnelle E-Mail-Antworten einen effektiven Kundenkontakt gewährleisten. Wichtig ist nicht nur der Zugang zu Kontaktkanälen, sondern auch die Erreichbarkeitszeiten und die zu erwartenden Reaktionszeiten klar zu kommunizieren. Je besser der Service zugänglich ist, desto sicherer fühlen sich die Kunden.

5. Preistransparenz – keine versteckten Kosten

Zalando präsentiert Preise transparent und überrascht Kunden nicht mit zusätzlichen Gebühren im letzten Schritt des Bestellvorgangs. Kunden achten nicht nur auf den Produktpreis, sondern auch auf die Ehrlichkeit der Gesamtkosten. In einem Online-Shop ist es wichtig, Versandkosten, Steuern, Lieferoptionen und mögliche Zuschläge sofort sichtbar zu machen – idealerweise direkt auf der Produktseite. Versteckte Kosten gehören zu den häufigsten Gründen für Kaufabbrüche – und deren Beseitigung kann die Konversionsrate deutlich steigern.

Anträge für Online-Shop-Betreiber

Transparenz ist nicht nur ein ethischer Wert, sondern auch eine wirksame Strategie, um eine Marke aufzubauen und den Umsatz zu steigern. Kunden belohnen ehrliche und offene Unternehmen mit Loyalität und Weiterempfehlungen. Klare Informationen, zugängliche Bewertungen, faire Einkaufspraktiken und offene Kommunikation sind Maßnahmen, die sich unabhängig von der Unternehmensgröße umsetzen lassen. Dem Beispiel von Zalando folgend, lohnt es sich, Transparenz als Investition in langfristige Beziehungen zu betrachten – denn in der digitalen Welt beginnt Kundenloyalität mit Vertrauen.

Strategie Nr. 7: Abläufe automatisieren und Prozesse skalieren

Zalando als Effizienzmodell – wie lässt sich ein Online-Shop ohne umfangreiche Infrastruktur skalieren?

Zalando investiert seit Jahren in Automatisierung – in Logistik, Datenmanagement und Kundenservice. Dadurch kann die Plattform monatlich Millionen von Bestellungen abwickeln und gleichzeitig ein erstklassiges Einkaufserlebnis gewährleisten. Während die technologischen Möglichkeiten von Zalando für kleinere Online-Shops zunächst unerreichbar scheinen, stehen mittlerweile auch Kleinstunternehmen viele Tools und Lösungen zur Verfügung. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, wiederkehrende Aufgaben zu identifizieren und einfache Automatisierungen zu implementieren. Diese sparen Zeit, reduzieren Fehler und ermöglichen ein Umsatzwachstum ohne entsprechend erhöhten Ressourceneinsatz.

1. Automatisierung der Auftragsabwicklung – Zeitersparnis und Fehlerreduzierung

Zalando nutzt ein Modell, bei dem jeder Schritt des Bestellprozesses – vom Wareneingang im Lager über den Versand bis hin zu Retouren – automatisiert ist. Kleine Online-Shops können mit Tools wie BaseLinker, das die Auftragsabwicklung automatisiert, Statusaktualisierungen vornimmt und sich in Kuriersysteme integriert, eine ähnliche Effizienz erreichen. Die Implementierung einer solchen Lösung ist eine einmalige Investition, die sich schnell amortisiert, insbesondere bei steigenden Bestellmengen.

2. Automatisiertes E-Mail-Marketing und Remarketing

Statt Kampagnen manuell zu erstellen, nutzt Zalando Systeme, die automatisch Nachrichten als Reaktion auf bestimmte Nutzeraktionen versenden – beispielsweise bei einem abgebrochenen Warenkorb, einem neuen Kauf oder Inaktivität. Online-Händler können ähnliche Aktionen mit Tools wie MailerLite, GetResponse oder Klaviyo umsetzen. Die Kampagnenautomatisierung steigert nicht nur die Effektivität der Kommunikation, sondern personalisiert auch die Kundenbeziehungen – ganz ohne zusätzlichen Teamaufwand.

3. Integration der Vertriebskanäle – ein Panel, viele Märkte

Zalando bedient mehrere europäische Märkte, die alle über eine einheitliche Infrastruktur verwaltet werden. Für kleine Unternehmen, die Allegro, Empik, Amazon oder ihren eigenen Onlineshop nutzen, ermöglicht ein Integrator wie BaseLinker oder ErpBox die zentrale Verwaltung aller Kanäle und die Synchronisierung von Bestellungen, Lagerbeständen, Preisen und Produktbeschreibungen. Diese Automatisierung beseitigt operative Unordnung und ermöglicht Ihnen ein effektives, kanalübergreifendes Wachstum ohne Fehlerrisiko.

4. Automatische Preis- und Aktionsverwaltung

Zalando reagiert dynamisch auf Marktveränderungen und aktualisiert Preise und Angebote automatisch. Für kleinere Shops empfiehlt sich der Einsatz von Tools wie Pricemanager oder Plattform-Plugins (z. B. für WooCommerce), mit denen sich Rabatte, Werbeaktionen und Preisregeln verwalten lassen. So können Sie beispielsweise einen Rabatt auf den zweiten Einkauf, einen Rabatt auf Warenkörbe über einem bestimmten Wert oder eine dynamische Preisanpassung je nach Wochentag festlegen. Das spart Zeit und gibt Ihnen mehr Kontrolle über Ihre Gewinnspanne

5. Chatbots und automatisierter Kundenservice

Zalando nutzt Chatbots und automatisierte Antworten, um den Kundenservice bei häufig gestellten Fragen zu entlasten. Kleinere Geschäfte können kostenlose oder kostengünstige Chatbots (z. B. Tidio, Chatfuel, ManyChat) einsetzen, die Fragen zu Bestellstatus, Lieferzeiten, Retouren und Produktverfügbarkeit beantworten. Zusätzlich können sie eine Wissensdatenbank oder einen FAQ-Bereich integrieren, wodurch die Anzahl der Kundenkontakte reduziert wird, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen.

8. Ist jede Zalando-Strategie für ein kleines E-Commerce-Unternehmen geeignet?

Wie lassen sich Lösungen großer Anbieter sinnvoll an die Größenordnung eines kleinen Online-Shops anpassen?

Zalando agiert europaweit mit Budgets in dreistelliger Millionenhöhe, Hunderttausenden von Produkten und Expertenteams in allen Bereichen. Daher stellt sich die Frage: Können auch kleine Online-Shop-Betreiber von diesen Strategien profitieren? Die Antwort lautet: Ja – vorausgesetzt, sie passen sich geschickt an. Es geht nicht darum, Zalandos Vorgehensweisen eins zu eins zu kopieren, sondern deren Lösungen und Ideen so zu adaptieren, dass sie den Möglichkeiten und Bedürfnissen lokaler Unternehmen entsprechen. Skalierung des Betriebs, Automatisierung, Personalisierung und Vertrauensbildung lassen sich schrittweise, modular und mithilfe von Tools umsetzen, die KMU zur Verfügung stehen.

1. Skalieren Sie Ihre Aktivitäten, nicht Ihr Budget

Zalando setzt Systeme der Enterprise-Klasse ein, doch viele davon bieten vergleichbare Versionen auch für kleinere Unternehmen. Anstatt beispielsweise ein komplexes CRM-System mit Automatisierung in Ihre bestehende IT-Umgebung zu integrieren, können Sie Tools wie MailerLite, BaseLinker, LiveChat oder Shoper CRM nutzen. Diese Lösungen bieten 70–80 % der Funktionen, die sich tatsächlich auf Vertrieb und Kundenservice auswirken. **Beginnen Sie mit kleinen Schritten, die Sie messen und optimieren können.**.

2. Testen und optimieren Sie nach Ihren eigenen Vorstellungen

Zalando bietet mit großen Datenmengen und einem breiten Kundenstamm viel Raum für Experimente. Sie können eine ähnliche Methodik anwenden: Testen, messen und nur das implementieren, was funktioniert. Beispielsweise können Sie verschiedene Varianten von Produktseiten, Empfehlungssysteme oder Newsletter-Versandmethoden testen. Iteration und messbare Ergebnisse sind entscheidend, nicht unreflektierte, blinde Implementierungen.

3. Passen Sie Ihre Strategie an Ihre Kunden und Ihre Branche an

Nicht jede Zalando-Strategie ist in jedem Segment sinnvoll. Betreiben Sie einen Nischen-Onlineshop für handgefertigte Produkte, hat Personalisierung eine ganz andere Bedeutung als Automatisierung. Konzentrieren Sie sich darauf, was **Ihre Zielgruppe am meisten anspricht**. Für manche Kunden sind Kommunikation und Support entscheidend, für andere hingegen Liefergeschwindigkeit oder Verpackung.

4. Wählen Sie das Produkt, das den größten Nutzen zu den geringsten Kosten bietet

Sie müssen nicht alle 7 Strategien gleichzeitig umsetzen. Wählen Sie 1–2 Maßnahmen, die innerhalb der nächsten 3 Monate realisierbar sind und Ihrer Meinung nach den größten Nutzen bringen. Das könnte die Automatisierung von E-Mails, die Vereinfachung Ihrer Rückgaberichtlinien, die Einführung von Kundenbewertungen oder die Erstellung Ihres ersten Produktleitfadens sein. **Kleine, kontinuierliche Veränderungen können einen echten Wettbewerbsvorteil schaffen.**.

5. Bauen Sie ein Netzwerk von Partnern und Lieferanten in Ihrer Umgebung auf

Zalando agiert nicht isoliert – der Erfolg seiner Plattformstrategie basiert auf Tausenden von Partnerschaften. Auch Sie können Kooperationen eingehen – beispielsweise mit Fulfillment-Unternehmen, SEO-Agenturen, freiberuflichen Content-Erstellern oder Dropshipping-Anbietern. **Sie müssen nicht alles selbst machen.** Skalierung durch Outsourcing ist eine der wichtigsten Kompetenzen im modernen E-Commerce.

9. Wie lassen sich diese Lösungen Schritt für Schritt umsetzen?

Ein praktischer Aktionsplan für Inhaber kleiner Online-Shops

Sich von der Strategie eines Marktführers inspirieren zu lassen, ist das eine, diese Inspiration in einem kleinen Online-Shop in konkrete Maßnahmen umzusetzen, eine ganz andere Herausforderung. Um sich nicht in der Vielzahl der Ideen zu verlieren und die Motivation einzubüßen, empfiehlt sich ein strategisches Vorgehen – schrittweise, mit einem klaren Plan und Prioritäten. In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ausgewählte Elemente der Zalando-Strategie in die Realität eines kleinen oder mittelständischen E-Commerce-Unternehmens integrieren können. Es genügt, den Prozess sorgfältig zu planen, modular vorzugehen und verfügbare Tools zu nutzen – ohne das gesamte Geschäftsmodell revolutionieren zu müssen.

1. Wählen Sie einen Prioritätsbereich – was schmerzt am meisten?

Bevor Sie mit der Umsetzung von Änderungen beginnen, **identifizieren Sie die größten Herausforderungen** in Ihrem Shop: Brechen Kunden ihre Einkäufe ab? Erhalten Sie viele Produktanfragen? Oder haben Sie Schwierigkeiten mit der Auftragsabwicklung? Wählen Sie den Bereich, der das Kundenerlebnis am stärksten beeinflusst oder Ihre Wachstumschancen am meisten einschränkt. Hier sollten Sie ansetzen.

2. Wählen Sie eine Lösung und ein Werkzeug, die zu Ihrem Umfang passen

Sobald Sie die Problemstelle identifiziert haben, suchen Sie nach einer **konkreten Lösung im Sinne der Zalando-Strategie** – aber nach Ihren Vorgaben. Wenn es beispielsweise an Personalisierung mangelt, kann die Implementierung eines Produktempfehlungsmoduls (z. B. edrone, Nosto, QuarticON) schnell zum Erfolg führen. Ist Ihre Auftragsabwicklung chaotisch, beginnen Sie mit BaseLinker oder einem Kurierdienst-Integrator. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, **den ersten Schritt zur Effizienzsteigerung umzusetzen**.

3. Schrittweise implementieren – ein Modul nach dem anderen

Vermeiden Sie es, mehrere Elemente gleichzeitig umzusetzen – man verliert leicht den Überblick, wird entmutigt oder überlastet sein Team. Wählen Sie ein einzelnes Modul: beispielsweise Benachrichtigungsautomatisierung, Marktplatzintegration, das Hinzufügen von Kundenbewertungen oder die Einrichtung eines „Verantwortung“-Bereichs auf Ihrer Website. Erst wenn Sie Ergebnisse sehen (z. B. höhere Konversionsraten, weniger Kundendienstanfragen, bessere Bewertungen), sollten Sie zum nächsten Schritt übergehen. **Zalandos Strategie ist das Ergebnis jahrelanger Iteration – auch Sie können sie schrittweise implementieren.**

4. Testen, messen, optimieren

Nicht jede Lösung funktioniert sofort. Daher ist es wichtig, messbare Maßnahmen zu implementieren: beispielsweise die Anzahl abgebrochener Warenkörbe, die Reaktionszeit auf Anfragen, die Anzahl der Bestellungen über einen bestimmten Kanal oder die E-Mail-Öffnungsrate. Definieren Sie grundlegende KPIs und analysieren Sie, was funktioniert und wo Verbesserungsbedarf besteht. In der digitalen Welt sind Testen und Optimieren die Basis für Erfolg.

5. Änderungen den Kunden mitteilen

Wenn Sie neue Funktionen einführen, Ihren Service verbessern oder das Layout ändern, **informieren Sie Ihre Kunden**. Dies können Sie per Newsletter, Social-Media-Post, Banner auf Ihrer Website oder einem kurzen Hinweis im Warenkorb tun. Transparente Kommunikation unterstreicht Ihr Engagement für Wachstum und ein optimales Einkaufserlebnis und stärkt die Kundenbindung.

6. Suche Unterstützung und lerne von anderen

Sie müssen kein Experte auf allen Gebieten sein – es lohnt sich, externe Spezialisten (Freelancer, Agenturen, E-Commerce-Communities) hinzuzuziehen. Treten Sie Facebook-Gruppen bei, lesen Sie Branchenblogs (z. B. [Świat Cyfrowy](https://swiatcyfrowy.pl/baza-wiedzy/blog)) und nehmen Sie an Webinaren teil. **Die Entwicklung eines Onlineshops ist kein Sprint, sondern ein Marathon** – es ist wichtig, in jeder Phase Unterstützung und Inspiration zu haben.

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